Eine Abiturientin läuft an einem Schild mit der Aufschrift "Abitur - Bitte Ruhe!" vorbei. (Archiv 04.05.2021) | dpa

Beschluss der Kultusminister Keine Corona-Nachteile für Abschlussjahrgänge

Stand: 13.01.2022 11:59 Uhr

Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Lernen in der Pandemie eine echte Herausforderung. Sind die Abschlüsse dadurch vielleicht weniger wert? Die Kultusminister stellen erneut klar: Den Betroffenen sollen keine Nachteile entstehen.

Schülerinnen und Schüler sollen sich auch in diesem Corona-Schuljahr keine Sorgen um ihre Abschlüsse machen müssen. Die Abschlüsse und Abschlussprüfungen 2022 seien denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig und würden gegenseitig anerkannt, hielten die Kultusministerinnen und -minister in einem gemeinsamen Beschluss fest. "Dies schafft Planungssicherheit für alle, die in diesem Jahr Prüfungen ablegen werden und für die Lehrkräfte, die auf die Prüfungen vorbereiten", erklärte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien.

Den Ländern stehe auch in diesem Jahr eine Reihe von Möglichkeiten offen, Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, ohne das Anspruchsniveau abzusenken, erklärten die Kultusminister der Länder. Dazu zählten eine Verschiebung von Prüfungsterminen sowie eine Reduzierung der Anzahl von Klassenarbeiten und Klausuren, um mehr Lernzeit zu gewinnen. Auch könnten eine höhere Zahl von Prüfungsaufgaben zur Auswahl gestellt und die Bearbeitungszeit verlängert werden.

Mündliche Prüfung zur Not auch per Videokonferenz

Auch wenn das weitere Pandemiegeschehen schwer vorherzusagen sei, sollen die Länder nach Möglichkeit sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler ihre Abschlüsse machen können. Dabei könnten Prüfungen in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt. Mündliche Prüfungen könnten im Ausnahmefall unter geltenden rechtlichen Bestimmungen als Videokonferenz stattfinden, wenn der Infektionsschutz keine Prüfung in Präsenz zulasse. Das muss aber durch die jeweiligen Landesregelungen gedeckt sein.

Es sei davon auszugehen, dass die Abiturprüfungen sowie die Abschlussprüfungen der beruflichen Schulen unter Beachtung der Hygieneregelungen "wie geplant stattfinden werden", so die Kultusminister.

In Rheinland-Pfalz laufen die schriftlichen Abiturprüfungen bereits. Bereits in den beiden Vorjahren hatten die Kultusminister in Beschlüssen bekräftigt, dass den Schülerinnen und Schülern der Abschlussjahrgänge wegen der Pandemie keine Nachteile entstehen dürften.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Januar 2022 um 12:30 Uhr.