Julia Klöckner im Bericht aus Berlin

Klöckner im Bericht aus Berlin "Wir müssen umwelt- und tiergerecht produzieren"

Stand: 20.01.2019 19:24 Uhr

Agrarministerin Klöckner hat im Bericht aus Berlin dafür geworben, konventionelle und ökologische Landwirtschaft enger zu verzahnen. Zugleich verteidigte sie die Entscheidung, die betäubungslose Kastration von Ferkeln um zwei Jahre zu verlängern.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat den Beschluss der Großen Koalition verteidigt, die betäubungslose Kastration von Ferkeln um zwei Jahre zu verlängern. Unmittelbar nach der Entscheidung habe sie eine Verordnung auf den Weg gebracht, das Narkosemittel Isufloran zuzulassen, sagte Klöckner im Bericht aus Berlin. Damit wolle sie Schulungen für die Landwirte ermöglichen, um schließlich die Vollnarkose für die Ferkelkastration zu gestatten.

Klöckner sieht in der Hormonimpfung keine wirkliche Alternative zur Kastration. Mit der Impfung wird die körpereigene Produktion der Sexuallockstoffe unterdrückt. "Ganz viele Verbraucher lehnen das ab, weil sie von Hormonfleisch ausgehen", sagte die CDU-Politikerin.

Julia Klöckner, Agrarministerin, zur Ferkelkastration
Bericht aus Berlin, 20.01.2019

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"Es geht um Schmerzausschaltung"

Nach der zweijährigen Verlängerungsfrist werde Deutschland bei der Ferkelkastration das strengste Tierschutzgesetz haben. "Es geht hier um Schmerzausschaltung. In allen anderen Ländern ist es Schmerzlinderung", so Klöckner.

Zu dem Vorwurf, dass in den letzten Jahren viel zu wenig getan wurde, um alternative Möglichkeiten zur Ferkelkastration auszuloten, sagt Klöckner: "In den letzten fünf Jahren hätten natürlich auch Hersteller von Narkosemitteln Studien auf den Weg bringen können." Das sei nicht geschehen, Darum werde sie jetzt eine Studie zur Lokalanästhesie auf den Weg bringen.

Am Ende ginge es um mehr Tierschutz, beispielsweise mit Klöckners geplanten Tierwohlkennzeichen. "Da wird bereits bei der ersten Stufe die betäubungslose Ferkelkastration nicht mehr erlaubt sein", versprach die Landwirtschaftsministerin.

Kleine und mittlere Betriebe stärker fördern

Auf die Frage, ob die aktuelle Agrarsubventionspolitik in die falsche Richtung gehe, sagte Klöckner: "Ich halte es für richtig, dass die ersten Hektare - die ja am teuersten sind - viel stärker gefördert werden. Ich bin dabei, in Brüssel die Förderpolitik so zu ändern, dass die kleineren und mittleren Betriebe stärker gefördert werden."

Wenn ein größerer Betrieb aber die Umweltauflagen erfülle, solle er dafür am Ende auch Geld bekommen, so Klöckner.

Über dieses Thema berichtete der Bericht aus Berlin am 20. Januar 2019 um 18:30 Uhr.

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