Sendungsbild

Kalbitz und die AfD "Meuthen hat sich durchgesetzt"

Stand: 15.05.2020 19:59 Uhr

Die rechtsnationalen AfD-Mitglieder haben mit der Entscheidung gegen Kalbitz eine Niederlage erlitten. Für den Parteivorsitzenden Meuthen ist die Abkehr von Kalbitz ein Sieg, meint ARD-Korrespondent Kreutzmann.

Er galt als eine der führenden Figuren der rechtsnationalen Strömung in der AfD: Andreas Kalbitz. Nun hat sich die Partei von ihm getrennt, indem sie seine Mitgliedschaft für nichtig erklärte.

"Konflikte zwischen den ost- und westdeutschen Landesverbänden"

Diese Entscheidung werde zu Konflikten in der Partei führen, sagt ARD-Korrespondent Thomas Kreutzmann. "Das bedeutet Streitigkeiten zwischen den ost- und westdeutschen Landesverbänden", so Kreutzmann bei tagesschau24. Im Ringen um den Kurs der Partei habe sich Parteichef Jörg Meuthen durchgesetzt. Seine Position sei nun gestärkt. Meuthen versucht, auch für bürgerliche Schichten bei Wahlen attraktiv zu bleiben.

Meuthen fürchtet ein weiteres Erstarken der rechtsnationalen Kräfte in der AfD. Dies könnte langfristig dazu führen, dass die gesamte Partei ein Fall für den Verfassungsschutz wird. "Es könnte sein, dass man jetzt Kalbitz geopfert hat, um Druck aus dem Kessel zu nehmen", meint Kreutzmann.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Mai 2020 um 22:00 Uhr.