Eine Hausärztin in Pforzheim in Baden-Württemberg verabreicht einer Patientin eine Impfung gegen das Coronavirus. | dpa

Bayern und Baden-Württemberg In Praxen keine Impfpriorisierung mehr

Stand: 12.05.2021 12:59 Uhr

Bisher sind nur die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson freigegeben. Jetzt preschen zwei Bundesländer vor: Baden-Württemberg und Bayern geben ab Montag alle Vakzine zum Impfen in Arztpraxen frei.

Bayern und Baden-Württemberg wollen ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben.

Für Bayern kündigte dies Ministerpräsident Markus Söder nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Baden-Württemberg: Alle Personen über 16 impfen

Für Baden-Württemberg haben dies das Sozialministerium und die Kassenärztliche Vereinigung gemeinsam beschlossen. Dann könnten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte also theoretisch alle Personen über 16 beziehungsweise 18 Jahren impfen, sofern Impfstoff verfügbar ist.

Zugleich werde in den Impfzentren die gesamte in der Corona-Impfverordnung aufgeführte Prioritätengruppe 3 geöffnet, hieß es weiter. Dazu zählen auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen eine Impfberechtigung erhalten.

Bisher sind lediglich die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk in den Nachrichten am 12. Mai 2021 um 13:00 Uhr.