Ein analoges Thermometer vor der heißen Sommersonne | picture alliance / dpa-Zentralbi

Höhepunkt am Dienstag Hitzewelle nähert sich Deutschland

Stand: 17.07.2022 17:51 Uhr

Auch auf Deutschland kommt nun eine Hitzewelle zu. Prognosen sagen bis zu 40 Grad in einigen Regionen voraus. Der Städte- und Gemeindebund warnte vor Wasserknappheit und verlangte "kommunale Hitzeaktionspläne".

Zu Beginn der neuen Woche erwarten Meteorologen in Deutschland eine Hitzewelle. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreicht sie ihren Höhepunkt von bis zu 40 Grad am Dienstag. Am Montag gebe es verbreitet Höchstwerte von 30 bis 35 Grad. "Im Westen sind schon mal 37, vielleicht 38 Grad möglich. Im Nordosten bleibt es hingegen mit 25 bis 30 Grad etwas kühler", sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta.

Vor allem Westen betroffen

Meist sei mit sonnigen Bedingungen zu rechnen. Lediglich von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern ziehen zeitweise dichtere Wolken durch, hieß es. In der Nacht zum Dienstag sei mit Tiefstwerten zwischen 19 und 11 Grad zu rechnen. In Ballungszentren im Westen und Südwesten sowie in mittleren Höhenlagen könnten die Temperaturen auch nachts über 20 Grad liegen.

Am Dienstag werden verbreitet Temperaturen über 35 Grad erreicht, im Westen sogar bis zu 40 Grad, hieß es. Ganztägig wird Sonnenschein erwartet. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es weiterhin mild. Am Mittwoch erreicht laut DWD eine Kaltfront Deutschland, wodurch es sich im Westen etwas abkühlt.

Städte- und Gemeindebund warnt und appelliert

Der deutsche Städte- und Gemeindebund warnt angesichts der Trockenheit vor Wasserknappheit in einigen Regionen Deutschlands. "Problematisch ist der drastisch steigende Wasserbedarf in der Industrie, in der Landwirtschaft, aber auch in Privathaushalten", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt".

Die Gartenbewässerung und das Füllen großer Pools mit Leitungswasser könne in den Sommermonaten zum "echten Problem" werden. Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. "Das kann die Versorgungsinfrastruktur in manchen Regionen an ihre Grenzen bringen."

Privathaushalte sollen Regenwasser sammeln

Privathaushalte sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Regenwasser auffangen, sagte Landsberg. "In Einzelfällen können auch kommunale Verwendungsverbote notwendig sein." Landsberg verlangte "kommunale Hitzeaktionspläne", um Menschen vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. "Wir müssen in den Städten grüne Klimaoasen etablieren."

Dazu gehöre es etwa, in Dach- und Fassadenbegrünungen, Sitzgelegenheiten in kühler Umgebung oder zum Beispiel auch sogenannte Wasservernebler zu investieren. "Auch Überlegungen, den schwarzen Asphalt durch einen helleren Asphalt zu ersetzen, können Temperaturreduzierungen bringen."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Juli 2022 um 10:00 Uhr und 16:00 Uhr.