Kegelrobben auf Helgoland | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/H

Helgoland Geburtenrekord bei Kegelrobben

Stand: 12.01.2021 15:36 Uhr

652 Jungtiere sind in der diesjährigen Saison auf Helgoland geboren worden - ein Rekord. Seit den 1990er-Jahren steigt die Zahl immer weiter an. Zum ersten Mal gab es auch eine Kegelrobbengeburt auf der Hauptinsel.

Seit der ersten Kegelrobbengeburt auf der Helgoländer Düne im Winter 1996/97 ist die Zahl der Tiere auf der Insel immer weiter angestiegen. In diesem Winter verzeichnete die Kolonie einen Rekord: 652 Jungtiere wurden in dieser Saison geboren. Das sind 119 Geburten mehr als im Vorjahr.

Die Zahlen stammen vom Verein Jordsand, der den Kegelrobbenbestand auf Helgoland zusammen mit der Gemeinde betreut. Bereits 2020 habe es einen Geburtenrekord gegeben, dieser sei aber schon Anfang Dezember gebrochen worden. Eine Besonderheit der aktuellen Wurfsaison war die erste Kegelrobbengeburt auf der Hauptinsel.

Erstes Jungtier am 2. November geboren

"Die meisten Kühe haben ihre Jungen nun bekommen und sind damit beschäftigt, die Kleinen zu säugen und zu schützen", wie der Verein Jordsand weiter mitteilte. "Viele Jungtiere sind bereits abgestillt und im Fellwechsel." Das erste Jungtier wurde am 2. November geboren. Seitdem kamen nach Angaben des Vereins nach und nach immer mehr trächtige Kegelrobbenkühe an die Strände der Düne. Bis zu 38 Jungtiergeburten am Tag wurden dabei registriert. Auf der Düne sei es schnell eng geworden.

Kegelrobbe auf Helgoland | Bildquelle: picture alliance / Zoonar
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So viele Kegelrobben wie noch nie sind auf der Düne vor Helgoland geboren worden.

Strände für Besucher gesperrt

Um die Tiere vor Störungen und Menschen vor Verletzungen durch wachsame Muttertiere oder Bullen zu schützen, wurden die Strände temporär geschlossen. Besucher können die Kegelrobben aber über den Südstrand oder den erweiterten Panoramaweg am Nordstrand beobachten.

Die Kegelrobbe gilt als größtes Raubtier Deutschlands. Die Bullen können bei einer Länge von bis zu 2,30 Meter ein Gewicht von mehr als 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Weibchen werden bis zu zwei Meter lang und bis zu 185 Kilogramm schwer. Ein erwachsenes Tier frisst täglich bis zu sechs Kilogramm Fisch und andere Meerestiere. Weil sie als Konkurrenten der Fischer galten, waren die Robben in der Nordsee fast ausgerottet worden. Heute gibt es im Wattenmeer wieder mehrere Kolonien mit Jungen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 12. Januar 2021 um 09:08 Uhr.

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