Aufräumarbeiten im Schanzenviertel | Bildquelle: dpa

Hilfsfonds für G20-Opfer Bund übernimmt Hälfte der Entschädigungskosten

Stand: 12.07.2017 18:19 Uhr

Hamburg und Berlin haben sich auf die Modalitäten der Hilfe für Opfer der G20-Ausschreitungen geeinigt. Demnach soll ein Entschädigungsfonds eingerichtet werden, die Hälfte der Kosten dafür zahlt der Bund. Die Abwicklung soll schnell vonstatten gehen.

Der Bund übernimmt beim angekündigten Hilfsfonds für die Opfer der G20-Ausschreitungen in Hamburg die Hälfte der Kosten. "Der Bund wird sich zur Hälfte an den entstehenden Kosten beteiligen", teilte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin mit. Die andere Hälfte werde von der Stadt Hamburg gestemmt. Eine Gesamtsumme für die Hilfen wurde zunächst nicht mitgeteilt, auch nicht, ob damit sämtliche Kosten der Geschädigten gedeckt werden können.

Hamburg richtet demnach eine Ansprechstelle für die Betroffenen ein, bei der Ansprüche geltend gemacht werden können. Die Hansestadt werde sich auch um die Auszahlungen und eventuelle Rückforderungen bei den Versicherungen der Betroffenen kümmern, hieß es weiter. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bundesfinanzministerium und der Hansestadt Hamburg werde derzeit finalisiert. "Ziel ist schnelle Hilfe für die Opfer von Gewalt bei der Beseitigung der Schäden", erklärte der Sprecher.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach dem von Gewaltausbrüchen überschatteten G20-Gipfel in Hamburg den Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe zugesagt. Randalierer hatten unter anderem Scheiben zertrümmert, Autos angezündet und Läden verwüstet. Die Gespräche zwischen dem Bund und Hamburg hatten am Sonntag begonnen.

Angela Merkel, Olaf Scholz, Sicherheitskräfte | Bildquelle: AFP
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Unmittelbar nach Ende des G20-Gipfels vereinbarten Kanzlerin Merkel und der Hamburger Bürgermeister Scholz schnelle Hilfe für die Geschädigten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Juli 2017 um 13:22 Uhr.

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