Katrin Göring-Eckardt | Bildquelle: dpa

Investitionen gefordert Grüne wollen staatlichen Klimafonds

Stand: 16.06.2019 09:30 Uhr

Die Grünen wollen Maßnahmen zum Klimaschutz laut der Fraktionsvorsitzenden Göring-Eckardt künftig aus einem staatlichen Fonds und nicht mehr aus dem Haushalt finanzieren. Wie der Fonds genau finanziert werden soll, ließ sie noch offen.

Die Vorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat sich für die Schaffung eines Fonds für nationale Klimaprojekte ausgesprochen.

"Wir stehen mit der Klimakrise vor einer Generationenaufgabe. Im Vergleich zur deutschen Einheit sogar noch größer, weil wir weniger Zeit haben und schneller massive Investitionen brauchen", sagte Göring-Eckardt, der "Bild am Sonntag".

Das sei nicht einfach nebenbei aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren."Wir wollen deshalb einen Klimafonds, aus dem alle nationalen Klimaprojekte finanziert werden."

In den kommenden Wochen werde die Fraktion ein Finanzierungskonzept vorlegen. Ob der Klimafonds sich rein über neue Schulden oder auch über Abgaben und Steuererhöhungen finanzieren soll, ließ Göring-Eckardt der Zeitung zufolge offen.

Dreistelliger Milliardenbetrag?

Zum Finanzbedarf verwies sie auf Schätzungen von Klimaforschern, wonach Investitionen in klimafreundliche Infrastruktur und Maßnahmen gegen die unabwendbaren Folgen des schon erfolgten Klimawandels einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten würden.

Das gehe von neuen Stromleitungen über höhere Dämme gegen die Sturmfluten bis hin zur Umforstung der Wälder. "Der Staat müsste weitaus mehr Geld ausgeben, wenn wir jetzt nichts tun", so Göring-Eckardt.

Jeder Euro rentiere "sich mehrfach". Allein die Strafzahlungen an die EU für das Verfehlen der Klimaziele würden für die nächsten zehn Jahre auf bis zu 60 Milliarden Euro geschätzt, argumentierte die Grünen-Politikerin.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 16. Juni 2019 um 09:00 Uhr.

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