Caren Miosga | NDR/Thorsten Jander

Online-Bekanntgabe Grimme-Ehrung für Caren Miosga

Stand: 11.05.2021 11:52 Uhr

tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga erhält die "Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes" im Rahmen der Grimme-Preise. Auch die Journalistinnen Mai Thi Nguyen-Kim und Isabel Schayani wurden ausgezeichnet.

Bei der diesjährigen Verleihung der Grimme-Preise werden neben 15 Fernsehproduktionen 2021 auch drei TV-Journalistinnen eine Auszeichnung erhalten. Die "Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands" (DVV) geht an die tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga, wie das Grimme-Institut in Marl mitteilte. Sie gehört seit 2007 zu dem Moderations-Team.

DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer nannte als Grund für die Wahl:

In Krisenzeiten ist seriöser, aufklärerischer und Orientierung gebender Nachrichtenjournalismus ganz besonders gefragt.

Zudem wird die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim für die Informationsvermittlung zum Thema Corona mit dem Preis für die "Besondere Journalistischen Leistung" ausgezeichnet. Isabel Schayani erhält den Grimme-Preis Spezial für ihre Berichterstattung aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria.

Die Preise werden in diesem Jahr zum 57. Mal vergeben. Die Verleihung ist für den 27. August geplant. Insgesamt gingen 14 der 16 undotierten Preise an Produktionen oder Akteure von ARD-Anstalten und des ZDF.

Filme über Loveparade und Steuerpolitik

Die Auszeichnungen im Wettbewerb Information und Kultur gehen an die Dokumentarfilme:

  • "Loveparade - Die Verhandlung" (WDR/ARTE)
  • "Der Ast, auf dem ich sitze" (ZDF/3sat) über die Moral und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit der Steuerpolitik in dem Schweizer Ort Zug
  • "Vernichtet - Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust" (RBB/HR/NDR) über die Deportation und Ermordung der jüdischen Familie Labe.

Mit dem Publikumspreis der Marler Gruppe wird der Mehrteiler "Afghanistan. Das verwundete Land" (NDR/ARTE) geehrt. Die Autorinnen und Autoren hätten ganz unterschiedliche Zugänge gefunden, "um gesellschaftliche Zusammenhänge zu erfassen und uns eindringlich, fokussiert und nuanciert zu informieren", sagte Grimme-Direktorin Frauke Gerlach.

Preise für Serien

Mit den Preisen im Bereich Fiktion werden vor allem Serienprojekte ausgezeichnet:

  • die europäische Politsatire "Parlament" (ONE/WDR)
  • die Netflix-Serie "Unorthodox" über den Ausbruch einer jungen Frau aus einer chassidischen Gemeinde in Brooklyn
  • die Impro-Serie "Für immer Sommer 90" (ARD) über einen Roadtrip durch Deutschland
  • die Lockdown-Serie "Drinnen - Im Internet sind alle gleich" (ZDF/ZDFneo).

Als einziger Fernsehfilm erhält "Wir wären andere Menschen" (ZDF) über Polizeigewalt in der deutschen Provinz einen Grimme-Preis.

Ausgewähltes für Kinder und Jugendliche

In der Kategorie Kinder und Jugend gehen die Auszeichnungen an den Kurzfilm "Masel Tov Cocktail" (SWR/ARTE) über einen jüdischen Jugendlichen, der in Deutschland aufwächst, und an "Die Sendung mit dem Elefanten - Wir kriegen ein Baby" (WDR).

Die Jury ehrt zudem die Schauspielerin Mina-Giselle Rüffer für ihre "herausragende Darstellung" der psychisch kranken Schülerin "Nora" in der fünften Staffel der Jugendserie "DRUCK" (funk/ZDF) mit einem Grimme-Preis Spezial.

In der Kategorie Unterhaltung werden laut Jury Produktionen prämiert, die "durch ihre Unberechenbarkeit das Publikum überraschen und herausfordern", darunter:

  • das Comedy-Format "Die Carolin Kebekus Show" (WDR)
  • die Homeoffice-Kabarett-Show "Noch nicht Schicht" (ZDF/3sat) von Sebastian Pufpaff
  • "15 Minuten Joko & Klaas - Männerwelten" (Pro7) über sexualisierte Gewalt an Frauen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Mai 2021 um 11:00 Uhr.