Christian Lindner | Bildquelle: ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

FDP-Dreikönigstreffen "Wir sind Partei der politischen Mitte"

Stand: 06.01.2020 14:23 Uhr

Bei ihrem traditionellen Dreikönigstreffen hat sich die FDP auf das neue politische Jahr eingestimmt. Dabei sagte ihr Vorsitzender Lindner, die Liberalen seien die Partei der politischen Mitte.

Die Liberalen sind in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammengekommen. Die alljährliche Veranstaltung markiert den politischen Jahresauftakt der FDP. Der Vorsitzende Christian Lindner sagte, die Liberalen seien die Partei der politischen Mitte.

FDP-Chef Lindner will stärker um enttäuschte SPD-Wähler werben
tagesschau 15:00 Uhr, 06.01.2020, Sebastian Deliga, SWR

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Eine "breite Mitte" der Menschen sei auf der Suche nach einer Alternative, so Lindner. Denn die SPD habe sich "völlig abgekoppelt von den Interessen und Bedürfnissen der Mitte unseres Landes". Die FDP müsse verhindern, dass unzufriedene Wähler zur AfD abwandern, sagte der Parteichef. Er sehe es "als Teil unserer staatspolitischen Verantwortung, dass wir politisch Heimatlosen eine Alternative zur AfD bieten."

Werbung um SPD-Wähler

Dabei warb Lindner um enttäuschte SPD-Wähler. Einige SPD-Mitglieder seien zu der FDP übergetreten. Als Beispiel nannte Lindner den früheren SPD-Politiker und Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster. Gerster habe die SPD verlassen und sei inzwischen FDP-Mitglied, sagte der Parteichef unter dem Beifall der Gäste.

Seine Partei wolle auch gezielt um Facharbeiter werben - um Menschen also, "die vorankommen wollen und die Chancen wollen zum Beispiel auf Eigentumserwerb". Am 30. April, also unmittelbar vor dem Tag der Arbeit, wolle die FDP in einem "Aktionstag" vor die Werktore ziehen, um im direkten Gespräch um Wähler dort zu werben. Es sei ein "Irrtum zu denken, dass alle Arbeiterinnen und Arbeiter eine linke Politik wollen", sagte Lindner.

Lindner war 2013 zum FDP-Chef gewählt worden, unter seiner Führung kehrte die Partei 2017 nach vierjähriger Abwesenheit in den Bundestag zurück. In Umfragen verharrt die Partei derzeit bei Werten von sieben bis neun Prozent.

Teuteberg: Marktwirtschaft verteidigen

Die FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg forderte ihre Partei zur tatkräftigen Verteidigung der Marktwirtschaft auf. Sie kritisierte Forderungen nach Enteignungen und nach scharfen staatlichen Regulierungen des Wohnungsmarkts. Von solchen Vorschlägen gehe derzeit offenbar "eine Faszination, geradezu eine Erotik" aus, beklagte Teuteberg. Die FDP müsse sich die Frage stellen, warum es "wenig Widerspruch" gegen solche Initiativen gebe.

Außerdem forderte sie mehr Einsatz für den Erhalt der Meinungsfreiheit. Außerdem müsse geschaut werden, was die Menschen in Deutschland vereinige, welche Gemeinsamkeiten es gebe - nötig sei ein "zeitgemäßer Patriotismus".

Für Teuteberg ist es das erste Dreikönigstreffen in ihrer Funktion als Generalsekretärin.

Kubicki sagt Teilnahme überraschend ab

Der stellvertretende FDP-Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki hatte überraschend seine Teilnahme am Dreikönigstreffen abgesagt. "Stuttgart ist keine Pflichtveranstaltung, sondern Kür", sagte Kubicki der "Bild"-Zeitung. Die Absage begründete er mit Terminproblemen.

Mit dem derzeitigen Zuspruch für die FDP in Umfragen zeigte sich Kubicki unzufrieden: "Wir dürfen uns mit unseren acht, neun Prozent nicht zufriedengeben." Er forderte seine Partei auf, sich kämpferischer zu zeigen. 

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. Januar 2020 um 11:00 Uhr.

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