Fahrschule | Bildquelle: dpa

Probleme mit Prüfungen Fahrschüler fallen immer häufiger durch

Stand: 04.05.2018 12:42 Uhr

Vor den Führerschein hat der Gesetzgeber die Prüfung gesetzt. Durch diese fallen allerdings immer mehr Fahrschüler durch. Bei der Theorieprüfung des Autoführerscheins ist die Quote besonders hoch.

In Deutschland scheitern immer mehr Fahrschüler an den Führerscheinprüfungen. Bei mehr als jeder dritten Theorieprüfung fielen die Prüflinge im Jahr 2017 durch. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das Kraftfahrtbundesamt veröffentlicht hat.

Quote steigt das fünfte Jahr in Folge an

Die bundesweite Quote stieg demnach auf alle Führerscheinklassen bezogen das fünfte Jahr in Folge und lag bei 36,8 Prozent (2016: 34,8 Prozent). Auch bei 28,1 Prozent der Praxisprüfungen fielen die Führerscheinanwärter durch (2016: 26,6 Prozent) - ein Anstieg zum dritten Mal in Folge.

Bei der Theorieprüfung der Klasse B - dem Autoführerschein - ist die Quote besonders hoch und steigt ebenfalls seit Jahren. 2017 lag sie bei 44,0 Prozent (2016: 42,7 Prozent). Bei der praktischen Prüfung für den Autoführerschein fielen 39,9 Prozent der Anwärter im vergangenen Jahr durch (Vorjahr: 37,6 Prozent).

Fahrschülerinnen mit Fahrlehrer | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Bei der praktischen Prüfung für den Autoführerschein fielen 39,9 Prozent der Anwärter im vergangenen Jahr durch (Vorjahr: 37,6 Prozent).

Doch nicht nur die Durchfallquote steigt, auch die Anzahl der Prüfungen nimmt zu: Im Jahr 2017 haben 1,82 Millionen (+6,7 Prozent) Fahrschüler die theoretische und 1,65 Millionen (+3,3 Prozent) die praktische Prüfung absolviert.

Anzahl nicht-deutschsprachiger Bewerber steigt

Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Gerhard von Bressensdorf, führt die Steigerung laut eigenen Angaben in erster Linie auf den größeren Anteil nicht-deutschsprachiger Bewerber zurück. Zwar könne die theoretische Prüfung in einer anderen Sprache abgelegt werden, allerdings fehle den Prüflingen häufig der Theorie-Unterricht.

Wer einen gültigen Führerschein aus dem Ausland vorlege, müsse nur noch die Prüfungen absolvieren - und nicht an den Unterrichtsstunden teilnehmen, die für Führerschein-Neulinge verpflichtend sind, so von Bressensdorf.

Zudem seien sie oft mit einer anderen Verkehrskultur aufgewachsen und bräuchten oft drei bis fünf Anläufe bis sie bestehen. In der Praxisprüfung gebe es wegen des zunehmenden Verkehrs immer mehr Fehlerquellen für Prüflinge.

Die geringsten Quoten hat Hessen mit 31,4 Prozent bei der Theorie und 23 Prozent bei der praktischen Prüfung. Schlusslicht bei den Theorieprüfungen ist Sachsen-Anhalt mit 44,9 Prozent, bei den Praxisprüfungen ist es Hamburg mit 41,6 Prozent.

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