Polizeifahrzeuge sperren eine Straße in Dresden ab. | Bildquelle: dpa

Fliegerbombe in Dresden Sprengkörper muss gekühlt werden

Stand: 24.05.2018 15:18 Uhr

Nach der Teildetonation der in Dresden gefundenen Fliegerbombe ist die Situation weiter gefährlich. Der Sprengkörper ist für neue Entschärfungsversuche noch zu heiß. Der Luftraum über Dresden bleibt gesperrt.

Die Teilexplosion einer Fliegerbombe in Dresden hat die Entschärfung schwieriger und gefährlicher gemacht. Nach Einschätzung eines Sprengmeister ist der verbleibende Sprengkörper noch zu heiß, sodass die Kühlarbeiten fortgesetzt werden.

Löschroboter in Dresden | Bildquelle: dpa
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Ein Löschroboter soll die Bombe in Dresden weiter herunterkühlen.

Die geplante Entschärfung der Weltkriegsbombe war am Mittwochabend missglückt. Es kam zu einer Explosion.

Inzwischen setzen die Experten einen speziellen Löschroboter ein, um den den Blindgänger abzukühlen. Die Deutsche Flugsicherung entschied, den Luftraum über Dresden bis auf Weiteres gesperrt zu lassen, teilte der Flughafen auf Twitter mit. Es gebe vorerst keine Starts und Landungen. Bereits gestern war der Flugverkehr wegen der Bombe deutlich eingeschränkt.

Probleme bei Bombenentschärfung in Dresden
tagesschau 14:00 Uhr, 24.05.2018, Andreas Franz, MDR

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Die bei Bauarbeiten gefundene 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei einem neuerlichen Entschärfungsversuch am späten Abend teilweise detoniert. Spezialisten hatten den Zünder per Fernzündung mit einer sogenannten Raketenklemme aus der Bombe gedreht. Dabei kam es den Angaben zufolge zu Funkenflug und einem Brand des Dämmmaterials, was eine Teildetonation auslöste. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Polizei: "Einschätzung der Lage nicht möglich"

Die Polizei warnte, die Gefahr sei noch nicht gebannt. "Im Moment ist die Gefahr recht hoch und eine Einschätzung der Lage nicht möglich. Daher wird es sicher keine Möglichkeit geben, auch nur kurz in den Sicherheitsbereich zu kommen." Noch sei unklar, wie die Experten weiter verfahren.

"Die Lage ist schwierig und unsere Spezialisten können erst zur Stelle, wenn es nicht mehr brennt und der Bereich abgekühlt ist", teilte die Polizei mit. "Solange besteht aktue Explosionsgefahr." Die Spezialisten kennen demnach die Situation derzeit nur aus Hubschrauberbildern. "Selbst für sie ist eine Annäherung zu gefährlich."

Entschärfung in der Regel unproblematisch

Funde von Weltkriegsbomben sind in Deutschland häufig. Auch mehr als 70 Jahre nach dem Krieg werden Blindgänger vor allem im Erdreich unter Großstädten und im Umfeld industrieller Anlagen entdeckt. In den weitaus meisten Fällen können die Experten der Kampfmittelbeseitigung die Fliegerbomben problemlos entschärfen oder aber durch kontrollierte Sprengung unschädlich machen.

Allerdings gab es auch folgenschwere Unglücke, bei denen Menschen durch Blindgänger zu Tode kamen oder schwerer Gebäudeschaden angerichtet wurde, etwa in Euskirchen (2014) und Göttingen (2010).

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Mai 2018 um 12:00 Uhr.

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