Computer an Schulen - Digitalpakt (Archiv Oktober 2017) | dpa

Digitalpakt Schule Knapp 1,4 Mrd. Euro bewilligt

Stand: 19.02.2021 12:08 Uhr

2020 haben Schulen deutlich mehr Mittel aus dem Digitalpakt abgerufen als im Jahr zuvor. Vor allem im zweiten Semester gab es einen großen Schub. Davon profitieren etwa Schüler, die sich einen Laptop für den Fernunterricht leihen können.

Aus dem mittlerweile auf rund sieben Milliarden Euro angewachsenen Digitalpakt Schule sind nach Angaben von Bund und Ländern bis zum Ende des vergangenen Jahres 1,363 Milliarden abgeflossen oder bewilligt worden. Die Zahlen gaben das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz der Länder bekannt.

Demnach meldeten die Länder im Corona-Jahr 2020 Ausgaben aus dem Förderprogramm in Höhe von knapp 488 Millionen Euro. Zudem waren Mittel in Höhe von 875 Millionen Euro bewilligt, aber noch nicht abgerufen. Gelder flössen immer erst dann, wenn eine Investitionsmaßnahme abgeschlossen sei und die Rechnung vorliege, hieß es aus Ministeriumskreisen.

Karliczek zufrieden

Die Zahlen werden alle sechs Monate erhoben. Bei der vorherigen Erhebung zum Stichtag 30. Juni 2020 lagen die Summen deutlich niedriger: Zu dem Zeitpunkt waren erst 16 Millionen Euro abgeflossen und 242 Millionen Euro bewilligt.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. Es sei erfreulich, dass das Geld aus dem Digitalpakt jetzt immer stärker in den Schulen ankomme, erklärte die CDU-Politikerin. Es sei "deutlich Bewegung in die Digitalisierung der Schulen" gekommen.

WLAN und Smartboards

Der Digitalpakt mit ursprünglich fünf Milliarden Euro vom Bund und 500 Millionen von den Ländern wurde 2019 für den Aufbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen aufgelegt, etwa zur Installation von schuleigenem WLAN oder zur Anschaffung digitaler Tafeln - sogenannter Smartboards.

Das Förderprogramm wurde zuletzt dreimal aufgestockt: Um 500 Millionen zur Finanzierung von IT-Administratoren für die Schulen, 500 Millionen zur Anschaffung von Dienstlaptops für Lehrer und weitere 500 Millionen zur Anschaffung von Leihgeräten für bedürftige Schüler, um auch ihnen eine Teilnahme am sogenannten Fernunterricht in der Corona-Krise zu ermöglichen.

376 Millionen für Leihlaptops

Von den 500 Millionen Euro für Leihlaptops für Schüler sind den Angaben zufolge mittlerweile 376 Millionen abgerufen. Dies könnte auch helfen, die Folgen der Corona-Krise und des Fernunterrichts aufzufangen. Zu den Zusatzprogrammen für IT-Administratoren und Lehrerlaptops liegen noch keine konkreten Zahlen zum Mittelabfluss vor. Sie sind erst seit November und Januar in Kraft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Februar 2021 um 12:00 Uhr.