Ein Auszubildender setzt eine Schweißnaht an ein Metallteil, während ein Berufsschullehrer zuschaut | Bildquelle: dpa

DGB-Studie Azubis klagen über hohen Druck

Stand: 03.09.2018 11:46 Uhr

Hunderttausende Auszubildende müssen laut einer neuen Studie regelmäßig Überstunden leisten oder jenseits der Arbeitszeiten mobil erreichbar sein. Dadurch fehlt den Azubis auch Vorbereitungszeit für die Prüfungen.

Die Stressfaktoren der Arbeitswelt sind bei den Auszubildenden angekommen. Zwar ist mit 70,2 Prozent die große Mehrheit der Azubis mit ihrer Lehre zufrieden, doch handelt es sich um den niedrigsten Wert seit Beginn der jährlichen Erhebungen vor 13 Jahren. Das geht aus dem Ausbildungsreport 2018 der Jugend-Abteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mit einer Befragung von 15.000 Azubis hervor. Der Report wurde anlässlich des Starts des neuen Ausbildungsjahres vorgestellt.

Mehr als ein Drittel der Befragten musste nach eigenen Angaben regelmäßig Überstunden leisten (36,3 Prozent). Anders als gesetzlich vorgeschrieben, bekommen 13 Prozent dieser Azubis die Überstunden nicht bezahlt oder zeitlich ausgeglichen. Von 54,4 Prozent wird erwartet, außerhalb der Ausbildungszeiten mobil erreichbar zu sein. Viele Azubis klagten über Schichtarbeit ohne zusammenhängendes Wochenende oder mangelnde Zeit für die Prüfungsvorbereitung, sagte DGB-Ausbildungsexperte Daniel Gimpel.

DGB-Ausbildungsreport: Azubis sind unzufrieden
tagesschau 17:00 Uhr, 03.09.2018, Andreas Jöhrens, RBB

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Probleme vor allem bei kleineren Betrieben

Bei jedem Dritten fehle zudem der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsplan, der die Gliederung der Lehre regeln soll und die Inhalte so überprüfbar macht. Probleme gebe es vor allem bei kleineren Betrieben und im Handwerk. Laut DGB-Report bewerten angehende Hotelfachleute, zahnmedizinische Fachangestellte, Einzelhändler, Tischler und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk ihre Ausbildung überdurchschnittlich schlecht.

Bei den Betroffenen besonders gut schneiden dagegen Ausbildungen zu Verwaltungsfachangestellten ab, zu Mechatronikern, Industriemechanikern und Elektronikern für Betriebstechnik. Verbessert habe sich die Situation bei angehenden Köchen. DGB-Vize Elke Hannack forderte die Bundesregierung auf, die angekündigte Novelle des Berufsbildungsgesetzes nun auf den Weg zu bringen. Nötig sei unter anderem eine Mindestvergütung für Azubis etwa im ersten Ausbildungsjahr von mindestens 635 Euro im Monat. Diese gibt es bisher nicht.

DGB fordert bessere Qualität bei der Ausbildung
Dieter Nürnberg, Dlf
03.09.2018 14:32 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. September 2018 um 12:00 Uhr.

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