Beamte der Bundespolizei kontrollieren ein französisches Fahrzeug, das von Petite-Rosselle nach Grossrosseln im Saarland fahren will | dpa

Trotz Virusmutation Deutschland und Frankreich gegen Grenzkontrollen

Stand: 23.02.2021 14:34 Uhr

In der französischen Grenzregion Moselle wurde die südafrikanische Variante des Coronavirus festgestellt. Laut Frankreichs Europaminister wird beraten, wie Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Deutschland vermieden werden können.

Bund, Länder und die französische Regierung beraten sich laut Frankreichs Europaminister Clément Beaune via Videokonferenz darüber, wie Kontrollen oder Schließungen an der deutsch-französischen Grenze verhindert werden können. Grund für die Gespräche: Die südafrikanische Virusmutation wurde in der grenznahen französischen Region Moselle nachgewiesen.

Weitere Grenzkontrollen vermeiden

Die Ministerpräsidenten von Saarland und Rheinland-Pfalz, Tobias Hans und Malu Dreyer, hatten erklärt, dass sie deutsche Grenzkontrollen wie nach Tschechien und Tirol verhindern wollen.

Grenzüberschreitende Absprachen zur Eindämmung der Corona-Pandemie seien auf lokaler oder regionaler Eben allerdings schwierig, da Entscheidungen über französische Grenzregionen zu zentralistisch in Paris getroffen würden. Daher nun die Gespräche mit Frankreichs Europaminister Beaune.

Taskforce zwischen Deutschland und Frankreich

Die saarländische Regierung kündigte die Einrichtung einer Taskforce an, in der sich unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dessen französischer Kollege Olivier Véran und Vertreter aus den Grenzregionen austauschen wollen. So wolle man Grenzkontrollen wie in 2020 zwischen Frankreich und Deutschland verhindern. Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, dass diese eine negative politische Symbolik hätten.

Über dieses Thema berichteten die SR Hörfunknachrichten am 22. Februar 2021 um 18:30 Uhr.