Apotheke | dpa

Coronavirus in Deutschland Schnelltests jetzt auch in Apotheken

Stand: 15.01.2021 20:44 Uhr

Bislang werden Corona-Schnelltests vor allem von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. Dieser Kreis wird nun erweitert: Ab sofort dürfen auch Apotheken und Zahnarztpraxen testen.

Corona-Schnelltests sind künftig auch in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung trete morgen in Kraft, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. "Schnelltests helfen, Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko zu schützen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn laut Medienberichten. Nun könnten im Auftrag der Gesundheitsämter "auch Zahnarztpraxen und Apotheken in Schulen, Kitas oder Pflegeheimen testen".

"Der Kreis der beauftragungsfähigen Personen und Einrichtungen wird konkretisiert, um die für die Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen", teilte das Ministerium mit. Neben medizinischem Fach- und Laborpersonal werden damit auch Zahnärztinnen und Zahnärzte ausdrücklich für Testungen an möglicherweise infizierten Menschen sowie deren Kontaktpersonen zugelassen.

Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste erhöht

Ambulante Pflegedienste sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind ebenfalls von der Neuregelung betroffen. Sie können sich nun "ähnlich wie bereits stationäre Pflegeeinrichtungen in Absprache mit den Gesundheitsämtern pro Monat eine bestimmte Menge an Antigen-Schnelltests beschaffen und eigenverantwortlich nutzen". Die Menge richte sich dabei nach der Anzahl der gepflegten beziehungsweise betreuten Menschen. 

Für ambulante Pflegedienste sowie ambulante Dienste der Eingliederungshilfe werden bis zu 20 Tests pro Monat und Person von den Krankenkassen erstattet. Werden die Tests nicht von ärztlichen oder zahnärztlichen Leistungserbringern vorgenommen, beträgt die Vergütung neun Euro pro Schnelltest.

Über dieses Thema berichtete InforMDR Aktuell am 15. Januar 2021 um 22:30 Uhr.