Verlauf 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 160,1

Stand: 15.04.2021 09:17 Uhr

Mit 29.426 von den Gesundheitsämtern binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut gemeldeten Fällen nähert sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen dem bisherigen Höchstwert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 160,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet. Rund um die Osterfeiertage war laut RKI weniger getestet und gemeldet worden.

Damit nähert sich die Zahl der Neuinfektionen dem bisherigen Höchstwert. Der bisherige Rekord war mit 33.777 Neuinfektionen am 18. Dezember erreicht worden, er enthielt allerdings 3500 Nachmeldungen. Mehr als 29.000 Neuinfektionen wurden den RKI-Daten zufolge zudem an mehreren Tagen im Dezember erfasst. Auch am 8. Januar hatte der Wert noch bei 31.849 gelegen, danach war die Zahl der Neuinfektionen einige Wochen lang deutlich gesunken.

Mit einem baldigen Abflauen ist diesmal nicht zu rechnen. In seinem aktuellen Lagebericht schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort."

Sieben-Tage-Inzidenz am Vortag noch bei 153,2

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.073.442 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.736.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.381.

Zahl der Intensivpatienten steigt deutlich

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 1,11 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 111 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Eine extreme Belastung bedeuten die hohen Infektionszahlen vielerorts für die Intensivstationen, die Zahl der Covid-19-Patienten dort steigt von Tag zu Tag deutlich. Betroffen sind Medizinern zufolge immer mehr jüngere Menschen. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, hatte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), kürzlich gesagt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. April 2021 um 09:00 Uhr.