Gebäude der Staatsanwaltschaft München. | dpa

Nach Droh-Video gegen Corona-Maßnahmen Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Soldaten

Stand: 03.01.2022 15:15 Uhr

Der Fall des Bundeswehrsoldaten, der im Netz mit einem Drohvideo zum Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen hatte, beschäftigt nun die Generalstaatsanwaltschaft in München. Ein extremistischer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden.

Nach einem Drohvideo gegen den Staat hat die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus die Ermittlungen gegen einen Berufssoldaten übernommen. Das Verfahren werde derzeit wegen des Verdachts der öffentlichen Aufforderungen zu Straftaten geführt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit. "Ermittelt wird jedoch in alle Richtungen, soweit strafrechtliche relevante Sachverhalte im Raum stehen." Ein extremistischer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter.

Mann ist inzwischen wieder frei

Der Mann, nach eigener Aussage Oberfeldwebel bei den Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall, hatte in einem etwa eine Minute langen Video-Clip unter anderem die Rücknahme der staatlichen Corona-Maßnahmen und der Duldungspflicht, nach der die Covid-Schutzimpfung in der Bundeswehr zur Vorschrift wurde, verlangt.

Er war am Donnerstag in München zunächst festgenommen worden, kam dann aber wieder frei, weil die Staatsanwaltschaft Traunstein keine akute Gefahr gegeben sah.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Januar 2022 um 15:00 Uhr.