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Ziemiak in den tagesthemen Die "konservative Wurzel" stärken

Stand: 08.12.2018 18:31 Uhr

Paul Ziemiak muss als CDU-Generalsekretär zunächst Vermittler sein: Wie die enttäuschten Konservativen hinter die neue Führung bringen? Durch Diskussion in klaren Worten, sagte er in den tagesthemen.

Der neue CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sieht die dringlichste Aufgabe der neuen Parteiführung darin, die "Lager in der Partei wieder zusammenzuführen". Das müsse in den kommenden Wochen im Vordergrund stehen, sagte er in den tagesthemen.

Eigentlich hatte er ja Nein gesagt zum Posten als CDU-Generalsekretär. Immerhin komme er aus dem Sauerland, sagte Ziemiak. So wie Friedrich Merz und Jens Spahn, die im Wettbewerb um den Parteivorsitz letzten Endes Annegret Kramp-Karrenbauer unterlagen.

"Damit war für mich die Entscheidung klar", so Ziemiak. Doch Kramp-Karrenbauer fragte noch ein zweites Mal, warb mit der Chance, die Partei gemeinsam zu führen und zu gestalten. Und da stimmte er dann doch zu, der nun ehemalige Chef der Jungen Union und neue Generalsekretär Ziemiak.

"Am Ende muss man nicht nur alles besser wissen und Vorschläge machen. Wenn man die Möglichkeit hat, selber etwas zu machen, dann muss man auch diesen Sprung wagen."

Unterschiede können gut tun

Mit seiner neuen Parteichefin liege er wohl "in einigen Punkten auseinander", räumte Ziemiak ein. Das müsse kein Nachteil sein, immerhin habe die CDU drei Wurzeln: die christlich-soziale, die liberale und die konservative. "Und ich finde, es schadet nicht, wenn diese konservative Wurzel deutlich wird."

Die Lager zusammenführen - eine Herausforderung

Dass Kramp-Karrenbauer den Sprung an die Spitze in einer engen Wahl geschafft hat, habe viele CDU-Mitglieder enttäuscht, die sich eine Rückkehr zu einer konservativeren Parteiführung gewünscht hätten. Darum sieht Ziemiak als eine der größten Herausforderungen der kommenden Wochen, die unterschiedlichen Lager zusammenzuführen. "Das wird ein hartes Stück Arbeit", wobei der 33-Jährige auch auf Merz und Spahn setzt. Die Partei brauche die beiden, alle müssten nun zusammenarbeiten.

"Wir haben nur diese eine CDU - und die ist nicht nur wichtig für unsere Mitglieder, sondern auch für das Land."

Paul Ziemiak, Generalsekretär CDU, im Gespräch mit Ingo Zamperoni
Tagesthemen 23:30 Uhr, 08.12.2018

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Klares Profil und klare Ansagen

Es ist aber nicht nur die eigene Partei, über die Ziemiak diskutieren will. "Unsere politischen Mitbewerber sind nicht hier im Saal des Parteitages, sondern die sind draußen im Land links und rechts von uns", betonte er. Darum müsse seine Partei den Menschen deutlich machen, warum sie der Union ihr Vertrauen schenken sollten - auch den Wählern, die die Partei verloren habe.

"Die Union braucht dafür ein klares Profil und klare Ansagen", fasst Ziemiak seine Ziele zusammen. Es gehe darum Probleme nicht nur zu diskutieren, sondern darum, die zu lösen.

Ziemiak war auf dem Bundesparteitag der CDU in Hamburg mit 62,8 Prozent aller Stimmen zum neuen Generalsekretär gewählt worden. Das Amt hatte zuvor Kramp-Karrenbauer inne, die den Posten aber für ihre Kandidatur als Parteichefin aufgegeben hatte.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. Dezember 2018 um 23:30 Uhr.

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