Cacau zu Özil-Debatte Fehler auf beiden Seiten

Stand: 27.07.2018 00:00 Uhr

Der DFB-Integrationbeauftragte Cacau sieht die Özil-Debatte kritisch: Es entstehe der falsche Eindruck eines flächendeckenden Rassismus, sagte er in den tagesthemen. Özil und der Verband hätten beide Fehler gemacht.

Cacau, Integrationsbeauftragter der Deutschen Fußball-Bundes, hat den zurückgetretenen Nationalspieler Mezut Özil kritisiert, aber auch Vorwürfe gegen die DFB-Führung erhoben. Auf die Frage, ob ein Rücktritt von DFB-Präsident Reinhard Grindel hilfreich wäre, sagte er in den tagesthemen: "Das ist im Moment schwer zu sagen, weil die Diskussion dann doch sehr emotional ist."

Cacau, Integrationsbeauftragter des DFB, zu den Rassismusvorwürfen
tagesthemen 22:30 Uhr

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Aus seiner Sicht habe nicht nur Özil mit seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem langen Schweigen danach Fehler gemacht. "Sondern auch der DFB, der nicht von vorneherein klar eine Richtung gegeben hat und diese Richtung dann auch befolgt hat. Das war heute eine Aussage und morgen eine andere. Und das war schwierig", kritisierte der frühere Nationalspieler, der seit 2016 Integrationsbeauftragter beim Deutschen Fußball-Bund ist.

Keine eigenen Rassismus-Erfahrungen

"Man muss das klar, transparent und offen ansprechen." Das sei im Moment aber leider nicht der Fall. Cacau bezeichnete die Rassismus-Vorwürfe Özils als "sehr hart". Er habe in seinen Jahren beim DFB nichts Derartiges erlebt, obwohl auch er erkennbar einen Migrationshintergrund habe - der 37-Jährige ist gebürtiger Brasilianer. Özil sei ein hochtalentierter Spieler, da seien die Erwartungen hoch.

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Özil-Rücktritt: Ende einer Nationalmannschaftskarriere

Mesut Özil hat der Nationalmannschaft den Rücken gekehrt. Seit 2009 spielt er für die A-Mannschaft Deutschlands, 2014 erzielt er seinen größten Erfolg.

Özil überreicht Erdogan ein Trikot

Der Eklat: Einen Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders sorgen die Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für Aufregung. Der DFB verurteilt die Aktion der Nationalspieler scharf. | Bildquelle: TURKISH PRESIDENTAL PRESS OFFICE

"Eine Kritik, die man an einem Spieler auch mit Migrationshintergrund übt, ist nicht gleich Rassismus." Der Integrationsbeauftragte beklagte, die öffentliche Diskussion gehe mittlerweile in eine falsche Richtung: "Man hat das Gefühl, wenn man die Nachrichten sieht und liest, dass Deutschland ein flächendeckendes Rassismus-Problem hat. Das ist nicht der Fall."

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 26. Juli 2018 um 22:30 Uhr.

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