Zentrale der "Deutsche Wohnen" in Berlin | Bildquelle: dpa

Datenschutzverstoß Millionenbußgeld für "Deutsche Wohnen"

Stand: 05.11.2019 15:57 Uhr

Weil sie Daten von Mietern in einem nicht löschbaren Archivsystem angelegt hat, muss die Immobilienfirma "Deutsche Wohnen" ein Millionenbußgeld zahlen. Die Strafzahlung hätte sogar noch höher ausfallen können.

Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat gegen das Immobilienunternehmen "Deutsche Wohnen" ein Bußgeld in Höhe von 14,5 Millionen Euro verhängt. Hintergrund sind Daten von Mietern in einem Archivsystem, die nicht gelöscht werden konnten. Der Missstand sei bereits 2017 festgestellt worden. Eine Überprüfung im März dieses Jahres habe ergeben, dass sich an dem Zustand kaum etwas geändert hatte.

Archivsystem bewusst angelegt

Bei der Festsetzung des Bußgeldes sei für das Unternehmen nachteilig ausgelegt worden, dass die beanstandete Archivstruktur bewusst angelegt worden sei und die Daten über einen langen Zeitraum unzulässig verarbeitet wurden. Die "Deutsche Wohnen" hat sich noch nicht öffentlich zu dem Bußgeld geäußert. Der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig.

"Eklatanter Verstoß gegen Datenschutz"

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smolczyk sprach von einem "eklatanten Verstoß gegen die Grundsätze des Datenschutzes". Laut dem zugrunde gelegten Vorjahresumsatz der "Deutsche Wohnen", der höher war als eine Milliarde Euro, hätte das Busßgeld sogar bis zu 28 Millionen Euro betragen können.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. November 2019 um 16:15 Uhr.

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