Eine Frau geht morgens durch die nahzu menschenleere Innenstadt von Frankfurt/Main. | dpa

Corona-Maßnahmen Lockdown-Verlängerung bis Ende Februar?

Stand: 08.02.2021 22:22 Uhr

Der bundesweite Inzidenzwert sinkt und damit steigen die Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Laut Medienberichten streben Bund und Länder jedoch eine Verlängerung des Lockdowns an - wenn auch mit einer Öffnungsstrategie.

Bund und Länder sind sich offenbar weitgehend einig darüber, den Lockdown über den 14. Februar hinaus zu verlängern. Das berichten das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" sowie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Laut RND soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Mittwoch gleichzeitig eine Öffnungsstrategie vorgelegt werden. "Business Insider" berichtet von möglichen Lockerungen bei Kitas, Grundschulen und eventuell auch Friseuren vom 15. Februar an, berichtete das Magazin. So stehe bei Grundschulen Wechselunterricht als Modell im Raum.

"Business Insider" zufolge soll zudem für die Zeit ab dem 1. März die bei einer entsprechenden Infektionslage vorgesehenen Lockerungen für Geschäfte, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen von jedem Bundesland selbst auf den Weg gebracht werden. 

Es solle keinen bundesweiten detaillierten Stufenplan geben, wie ihn zuletzt Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin und Thüringen für ihr jeweiliges Land entwickelt hatten. Vielmehr sollten Richtwerte genannt werden, an denen sich die Länder orientieren. Die Details sollten die Länder dann im Rahmen eigener Stufenpläne selbst regeln.

Kommen stufenweise Lockerungen?

Zuvor hatte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) für eine Lockerung in Stufen ausgesprochen - allerdings nicht im Februar. "Was zuletzt eingeschränkt wurde, soll wieder zuerst aufmachen. Deshalb haben für mich die Grundschulen Vorrang", sagte Woidke laut Nachrichtenagentur dpa. "Die nächsten Schritte könnten einzelne körpernahe Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk sein." Zu alledem gehörten klare Hygienekonzepte, betonte der Regierungschef.

Trotz sinkender Infektionszahlen sei Vorsicht geboten. "Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden."

Merkel: Infektionszahlen nach unten drücken

Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Onlinekonferenz des CDU-Präsidiums, man werde am Mittwoch über Wege zu einer schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas reden. Damit sollten diese Planungssicherheit bekommen.

Zugleich wurde betont, dass Merkel damit keine Öffnung ab dem 15. Februar angedeutet habe. Vielmehr habe die Kanzlerin darauf hingewiesen, dass man sich noch zwei Wochen bemühen müsse, die Infektionszahlen "nach unten zu drücken". Sie habe zudem drauf verwiesen, dass man bei der Belegung von Intensivbetten immer noch über dem Höchststand der ersten Welle im Frühjahr 2020 liege, man also nicht von einer Entspannung sprechen könne.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. Februar 2021 um 22:15 Uhr.