Der Chef des Corona-Krisenstabs Generalmajor Carsten Breuer | dpa

Krisenstabschef zu Impfziel "Die 30 Millionen sind zu schaffen"

Stand: 19.12.2021 09:11 Uhr

Bis Jahresende 30 Millionen Corona-Impfungen - das ist das Ziel der neuen Bundesregierung: Der Leiter des neuen Corona-Krisenstabs, Generalmajor Breuer, zeigt sich nun zuversichtlich, dass diese Zahl bis Jahresende erreicht werden kann.

Die Bundesregierung setzt zur Eindämmung der Pandemie auf eine Impfoffensive: Der Leiter des neuen Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, Generalmajor Carsten Breuer, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass das Regierungsziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Ende des Jahres erreicht werden kann. Seit Mitte November seien mehr als 24,4 Millionen Menschen geimpft worden. Jetzt seien noch knapp zwei Wochen Zeit. "Die 30 Millionen sind zu schaffen", sagte Breuer der "Bild am Sonntag" ("BamS") . Berechnet wird das Impfziel ausgehend von einer Bund-Länder-Runde am 18. November.

Hohes Impftempo aufrechterhalten

Ein hohes Impftempo ist zentraler Baustein in der Strategie der neuen Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP zur Bekämpfung der Pandemie. Breuer betonte in der Zeitung, das Tempo müsse auch in der Weihnachtszeit aufrechterhalten werden. "Die Woche vor und die Woche nach Weihnachten sind von enormer Bedeutung." Viele Menschen hätten frei und damit Zeit, sich impfen zu lassen. Er selbst werde auch an Weihnachten im Dienst sein. "Ich werde Heiligabend natürlich im Krisenstab sein. Die Lage im Land macht das notwendig." Darum müsse das Impfangebot möglichst flächendeckend aufrechterhalten werden. "Die Impfzentren bleiben hochgefahren." 

Weiter appellierte Breuer in der "BamS" an die Bevölkerung, die Impfangebote auch wahrzunehmen. "Wir sehen gerade, dass millionenfaches Boostern eine solche Welle aufhalten kann. Ich kann nur jedem raten, sich möglichst schnell boostern zu lassen." Es gebe keinen guten oder schlechten Impfstoff, nur verfügbaren. Er selbst sei mit BioNTech und Moderna geimpft.

Impfzentren einmotten, nicht abbauen

Für mögliche neue Corona-Varianten müsse Deutschland gewappnet sein. Das Auftauchen der Omikron-Mutation zeige, dass künftig schnell auf neue Entwicklungen reagiert werden müsse. Er sei deshalb dafür, dass Impfzentren künftig nicht mehr abgebaut, sondern nur eingemottet werden, damit sie innerhalb von wenigen Tagen wieder betriebsbereit seien. Er selbst habe bei einer Corona-Erkrankung im November 2020 trotz milden Verlaufs "gemerkt, wie tückisch Corona ist", sagte Breuer. Er habe noch viele Monate mit Nachwirkungen kämpfen müssen.

Über dieses Thema berichtete am 19. Dezember 2021 die tagesschau um 09:59 Uhr und Inforadio um 10:40 Uhr.