Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, bei der Eröffnung der neuen BND-Zentrale in Berlin. | Bildquelle: dpa

Eröffnung der Geheimdienstzentrale Merkel stärkt BND den Rücken

Stand: 08.02.2019 13:15 Uhr

Bei der Eröffnung der neuen BND-Zentrale in Berlin hat die Kanzlerin die wichtige Rolle des viel kritisierten Geheimdienstes hervorgehoben. Dessen Präsident Kahl gelobte weitere Reformen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die offizielle Eröffnung der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin dazu genutzt, den kritisch beäugten Geheimdienst öffentlich zu verteidigen. Angesichts der Krisen in "einer oft sehr unübersichtlichen Welt" sei sie überzeugt, "dass Deutschland einen starken und leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst dringender denn je braucht." Als besondere Herausforderungen nannte Merkel die Erkennung von Falschnachrichten und die Bedrohung durch Cyberattacken. Gerade im Kampf gegen Falschnachrichten habe der Nachrichtendienst eine wichtige Aufklärungsaufgabe. Diese bedrohten die Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt Deutschlands, sagte die Kanzlerin.

Nach dem größtenteils abgeschlossenen Umzug in die neue Zentrale in der Mitte Berlins, wo ab sofort rund 4000 der 6500 Geheimdienstler arbeiten werden, werde sich der Nachrichtendienst nun weiteren Reformen widmen, kündigte BND-Präsident Bruno Kahl bei der Eröffnungsfeier an. Ein Fokus läge dabei auf der Einstellungsoffensive. Professionelle und motivierte Mitarbeiter seien die Voraussetzung für nachrichtendienstliche Erfolge, so Kahl.

Eröffnung der neuen BND-Zentrale in Berlin
tagesthemen 21:45 Uhr, 08.02.2019, Justus Kliss, ARD Berlin

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Ein "Webfehler, dass die Technische Aufklärung in Pullach verbleibt"

Unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung hatte der frühere BND-Präsident Gerhard Schindler den Verbleib von Teilen des Auslandsgeheimdienstes in Bayern kritisiert. Es sei ein "Webfehler, dass die Technische Aufklärung in Pullach verbleibt", sagte Schindler dem RBB. "Das erschwert natürlich die Dienstaufsicht, das erschwert natürlich die Zusammenarbeit mit der Zentrale."

Mit der Eröffnung endet eine Saga, die dem BND viel Ärger einbrachte. Der Bau dauerte elf Jahre, deutlich länger als geplant. Er kostete 1,1 Millarden Euro, statt der ursprünglich einmal veranschlagten 720 Millionen Euro. Zudem verschwanden 2011 wichtige und vor allem geheime Baupläne. Vier Jahre später stand die noch unfertige Zentrale dann unter Wasser: Unbekannte waren in die Hochsicherheitsbaustelle eingedrungen und hatten die Wasserhähne abgeschraubt.

Steigender Einfluss auf Außen- und Sicherheitspolitik

Doch all das soll nun der Vergangenheit angehören, hofft Kahl. Er sagte am Freitag, die Welt werde "immer unübersichtlicher und auch immer unsicherer". Krisenregionen, internationaler Terrorismus, globale Strukturen der organisierten Kriminalität und auch Fragen der Cybersicherheit und Weiterverbreitung von Atomwaffen beschäftigten Menschen und Regierungen. Umso wichtiger seien verlässliche Quellen und Informationen, um Ereignisse und Entwicklungen zu verstehen. Die Politik brauche für ihre Entscheidungen in der Außen- und Sicherheitspolitik Erkenntnisse und Einschätzungen, auf die sie sich verlassen könne.

Tatsächlich ist die Zahl der Anfragen an den BND ebenso gestiegen wie jene der Briefings von Politikern und Regierungsmitgliedern. Der Dienst sei dynamischer geworden, heißt es in den Reihen seiner Kontrolleure anerkennend. Am Ende der Veränderungen angekommen sei der BND aber noch lange nicht.

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BND-Zentrale in Berlin eröffnet

BND-Zentrale in Berlin

Knapp elf Jahre nach der Grundsteinlegung ist die neue BND-Zentrale in Berlin eröffnet worden.

BND-Zentrale in Berlin eröffnet
Alfred Schmit, ARD Berlin
08.02.2019 17:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Februar 2019 um 12:00 Uhr.

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