Ampullen vom BioNTech/Pfizer-Impfstoff gegen Covid-19 | dpa

Corona-Impfstoff BioNTech und Pfizer wollen früher liefern

Stand: 16.03.2021 12:05 Uhr

Die EU hat mit den Impfstoff-Herstellern BioNTech und Pfizer ausgehandelt, dass zehn Millionen Dosen früher geliefert werden. Dadurch könnten "Lücken bei Lieferungen" anderer Hersteller geschlossen werden.

Die EU-Kommission hat mit den Impfstoffanbietern BionNTech und Pfizer eine vorgezogene Lieferung von zehn Millionen Dosen im zweiten Quartal dieses Jahres vereinbart. Damit steige die Gesamtzahl der zugesagten Dosen der Hersteller für den Zeitraum von April bis Juni auf über 200 Millionen, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Dies gebe den Mitgliedstaaten "Spielraum" und könne "Lücken bei Lieferungen" anderer Hersteller füllen. Von der Leyen zufolge stammen die vorgezogenen Lieferungen aus einer Option für das dritte und vierte Quartal. Der Vereinbarung müssen demnach noch die Mitgliedstaaten zustimmen.

Lieferengpässe bei AstraZeneca

Große Probleme bereitet der EU seit Monaten der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca. Dieser musste seine versprochenen Liefermengen für das erste Quartal wegen Produktionsproblemen drastisch kürzen. Wegen Berichten über schwere Blutgerinnsel haben viele Mitgliedstaaten die Impfungen mit dem Mittel inzwischen ohnehin ausgesetzt, darunter auch Deutschland.

Über die Fälle berät heute die Weltgesundheitsorganisation WHO. Im Laufe der Woche will sich auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) in einer Sondersitzung mit dem weiteren Vorgehen befassen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. März 2021 um 13:00 Uhr.