Justizministerin Katarina Barley | Bildquelle: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Nach Datendiebstahl Barley für "zentrale Anlaufstelle"

Stand: 09.01.2019 10:02 Uhr

"Die Bürger müssen wissen, wohin sie sich wenden können": Justizministerin Barley hat nach dem Datendiebstahl im ARD-Morgenmagazin eine IT-Anlaufstelle für Betroffene vorgeschlagen - in Form einer Hotline.

Nach dem Diebstahl persönlicher Daten sollen sich Verbraucher nach dem Willen von Bundesjustizministerin Katarina Barley künftig an eine "zentrale Anlaufstelle" auf Behördenseite wenden können. "Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, da können wir uns hinwenden und da wird uns geholfen", sagte die SPD-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin".

Anlaufstelle könnte im BSI angesiedelt sein

Barley schlug die Einrichtung einer Hotline vor, die etwa beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingerichtet werden könnte. "Was wir wollen, ist eine zentrale Anlaufstelle, die auch mehr Kompetenzen hat", sagte Barley. Dies sei auch wichtig, damit die Behörden solche Fälle verfolgen könnten, da es ja oft viele Betroffene gebe. Die SPD-Politikerin kündigte an, mit Bundesinnenminister Horst Seehofer darüber zu sprechen.

Katarina Barley, Bundesjustizministerin, über eine zentrale Anlaufstelle für Geschädigte
Morgenmagazin, 09.01.2019

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Doppelte Identifizierung im Netz soll Standard werden

Nach dem Diebstahl zahlreicher Daten durch einen 20-Jährigen wird über Konsequenzen aus dem Fall diskutiert. Barley rief die Anbieter von Internetangeboten wie E-Mail-Provider und soziale Netzwerke auf, die Zwei-Faktor-Authentifizierung standardmäßig anzubieten. Auch sie werde die doppelte Identifizierung durch ein Passwort und zusätzlich durch einen zugeschickten Code künftig stärker nutzen, kündigte sie an.

Barley war ebenfalls von dem aktuellen Fall der Veröffentlichung persönlicher Daten im Netz betroffen.

Über dieses Thema berichtete das ARD Morgenmagazin am 09. Januar 2019 um 08:10 Uhr.

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