Absperrband und ein Wohnwagen auf dem Campingplatz Eichwald | Bildquelle: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Fall Lügde Anklage gegen zwei Beschuldigte

Stand: 13.05.2019 19:37 Uhr

Die Staatsanwaltschaft hat im Fall des massenhaften Missbrauchs in Lügde Anklage erhoben. Der Vorwurf: Über viele Jahre hinweg sollen Kinder sexuell missbraucht und dabei gefilmt worden sein.

Im Fall des massenhaften sexuellen Missbrauchs von Kindern auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde hat die Staatsanwaltschaft Detmold Anklage gegen zwei Männer, Andreas V. und Heiko V., erhoben. Dies bestätigte das Landgericht Detmold auf Anfrage von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung".

Kindesmissbrauch in Lügde: Das Trauma der Kinder
tagesthemen 22:15 Uhr, 13.05.2019, Stella Peters / Britta von der Heide, NDR

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Gericht bittet um Stellungnahmen

Das Gericht werde die Anklageschrift den Angeschuldigten nun zuleiten und um Stellungnahme bitten, teilte ein Gerichtssprecher mit. Dann werde geprüft, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen werde.

Dem 56 Jahre alten Andreas V. wird vorgeworfen, über viele Jahre hinweg Kinder sexuell missbraucht und gefilmt zu haben. Der 49-jährige Heiko V. soll zweimal per Live-Chat am Missbrauch teilgenommen und diesen auch bestellt haben. Die beiden Männer und ein weiterer 34-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft.

Kinder zu gegenseitigem Missbrauch gezwungen?

Zuvor war bekannt geworden, dass Kinder gezwungen worden sein sollen, vor laufender Kamera andere Kinder zu missbrauchen. Ein Anwalt der Opfer spricht von "unvorstellbaren Details". Die Kinder sollen teilweise so jung gewesen sein, dass sie sich noch nicht einmal alleine die Schuhe zubinden konnten.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 13. Mai 2019 um 22:15 Uhr.

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