Wim Kok (Archivbild) | Bildquelle: REUTERS

Trauer in den Niederlanden Alt-Regierungschef Wim Kok ist tot

Stand: 20.10.2018 22:14 Uhr

Der frühere niederländische Ministerpräsident Wim Kok ist tot. Regierungschef Rutte erklärte, Kok sei von großer Bedeutung für das Land gewesen. Das Könighaus gedachte seiner in Dankbarkeit.

Der frühere niederländische Ministerpräsident Wim Kok ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das Königshaus erklärte, die Niederlande seien Kok viel Dankbarkeit schuldig. "Wir gedenken ihm mit größtem Respekt", sagten König Willem-Alexander, Königin Máxima und Prinzessin Beatrix in einer gemeinsamen Erklärung in der Tageszeitung "De Telegraaf".

Auch Regierungschef Mark Rutte würdigte Kok als Politiker mit großer Bedeutung für das Land. Er sei ein Mann gewesen, zu dem man aufschaue.

Wim Kok (Archivbild) | Bildquelle: AP
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Der ehemalige Gewerkschafter Wim Kok führte als Regierungschef drei Koalitionen.

Wirtschaftliche Blüte unter seiner Führung

Kok stand von 1994 bis 2002 an der Spitze der niederländischen Regierung. In dieser Zeit kam das Land wirtschaftlich voran, es entstanden Arbeitsplätze und die Wirtschaft wuchs. Kok gilt als einer der Väter des Poldermodells, bei dem Löhne zwischen Politik, Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt wurden. So werden Arbeitskämpfe vermieden.

Koks gesamte Regierung trat im Zusammenhang mit dem Umgang der Regierung mit dem Massaker von Srebrenica 2002 zurück. Den niederländischen UN-Soldaten wurde vorgeworfen, das Massaker an rund 8000 muslimischen Männern und Jungen nicht verhindert zu haben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Oktober 2018 um 20:00 Uhr.

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