Blumen in der Nähe des Tatortes | Bildquelle: AFP

Nach Schüssen in Utrecht Weiterer Verdächtiger festgenommen

Stand: 20.03.2019 00:43 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen in Utrecht haben die Ermittler einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Zwei weitere Männer sind wieder frei. Die Polizei geht nun von einem terroristischen Motiv aus.

Nach der Schießerei in Utrecht mit drei Toten hat die Polizei am Abend einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Mann sei bereits am Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Zwei weitere Tatverdächtige, die bereits am Montagabend festgenommen worden waren, sind unterdessen wieder auf freiem Fuß. Sie seien an der Tat nicht beteiligt gewesen, so die Behörden. Der Hauptverdächtige, Gökmen T., sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Hinweise auf terroristischen Hintergrund in Utrecht verdichten sich
nachtmagazin 00:25 Uhr, 20.03.2019, Nils Rode, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Behörden gehen nun doch wieder von terroristischem Motiv aus

Zuvor hatte sich eine Wende in den Ermittlungen angedeutet, nachdem die Polizei im Fluchtwagen des mutmaßlichen Täters einen Brief gefunden hatte. Man gehe nun doch wieder davon aus, dass der Verdächtige ein terroristisches Motiv gehabt haben könnte, hieß es. Sowohl das Schreiben im Fluchtauto als auch der Verlauf des Angriffs deuteten darauf hin. Andere Beweggründe würden aber weiterhin nicht ausgeschlossen.

Der 37 Jahre alte Gökmen T. war am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden. Eine direkte Beziehung zwischen ihm und den Opfern gebe es nicht, teilte die Polizei mit. Zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden.

Passanten stehen an einem provisorischen Denkmal in der Nähe des Tatortes. | Bildquelle: dpa
galerie

Passanten stehen an einem provisorischen Denkmal in der Nähe des Tatortes.

Blumen am Tatort

In einer Straßenbahn in der niederländischen Stadt waren am Montag drei Menschen durch Schüsse getötet worden. Fünf weitere Fahrgäste wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Die Opfer waren eine 19 Jahre alte Frau aus Vianen und zwei Männer im Alter von 28 und 49 Jahren.

Ein Augenzeuge sagte dem Radiosender NOS, dass der Täter es seinem Eindruck nach gezielt auf eine Frau abgesehen hatte. Unter Bezug auf nicht näher benannte Verwandte von T. berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu davon, dass der Mann wegen einer Familienangelegenheit auf eine Frau geschossen habe. Er habe dann das Feuer auf Menschen eröffnet, die der Frau helfen wollten.

Am Tatort in Utrecht waren am Morgen Blumen niedergelegt worden.

Tatverdächtiger war polizeibekannt

Der in der Türkei geborene T. war bereits polizeibekannt. Laut ARD-Korrespondentin Engel kam er in den vergangenen sieben Jahren immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Medienberichten zufolge ist er bereits wegen versuchten Mordes verurteilt und stand zuletzt wegen des Verdachts einer Vergewaltigung vor Gericht. Laut dem Lokalsender RTV Utrecht war er schon im Jahr 2013 in eine Schießerei verwickelt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. März 2019 um 04:56 Uhr.

Darstellung: