Helfer durchsuchen die Schlammassen in Bozkurt.  | AFP

Überschwemmungen im Norden Mindestens 70 Tote in der Türkei

Stand: 16.08.2021 11:41 Uhr

Heftige Regenfälle haben in den vergangenen Tagen zu den schlimmsten Überflutungen seit Jahren in der türkischen Schwarzmeerregion geführt. Mindestens 70 Menschen sind gestorben, 47 werden vermisst.

Bei den Überschwemmungen im Norden der Türkei sind bisher mindestens 70 Menschen gestorben. 47 Menschen würden vermisst, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad. In den betroffenen Regionen gingen die Rettungsarbeiten weiter, teilte Afad mit.

Tausende Menschen in Sicherheit gebracht

In den vergangenen Tagen haben heftige Regenfälle zu den schlimmsten Überflutungen seit Jahren in der Region geführt. Besonders betroffen sind die Provinzen Kastamonu, Sinop und Bartin. Mehrere Häuser wurden von den Fluten zum Einsturz gebracht, auch Brücken stürzten ein.Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Straßen und Gebäude von Schlamm befreien

Es würden immer wieder Tote aus eingestürzten Gebäuden geborgen, berichtete die staatsnahe Nachrichtenagentur DHA. Gleichzeitig seien Aufräumarbeiten im Gange, um Straßen und Gebäude von Schlamm zu befreien, den die Fluten zurückgelassen haben.

Nach Ansicht von Experten ist neben dem Klimawandel auch die Begradigung von Flüssen und die Einengung des Flusses Ezine im Bezirk Bozkurt ein Faktor für die starken Überschwemmungen.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 16. August 2021 um 13:30 Uhr in den Nachrichten.