Screenshot aus einem Handyvideo aus Indonesien

Nach mehreren Beben Tsunami trifft indonesische Städte

Stand: 28.09.2018 16:18 Uhr

Eine bis zu drei Meter hohe Tsunami-Welle hat auf der indonesischen Insel Sulawesi Häuser weggespült. Die Behörden hatten zuvor eine Tsunami-Warnung veröffentlicht und kurz darauf wieder aufgehoben.

Nach mehreren Erdbeben hat ein Tsunami zwei Städte an der Küste der indonesischen Insel Sulawesi getroffen. Die Tsunami-Welle, die laute Berichten lokaler Medien bis zu drei Meter hoch war, spülte nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde Häuser in den Städten Palu und Donggala weg. Der Sender Metro TV zeigte mit einer Handykamera gemachte Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie die Wellen auf Häuser treffen.

Noch gibt es keine Angaben über mögliche Opfer. Aber den Behördenangaben zufolge werden mindestens fünf Menschen vermisst. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass die Kommunikationsverbindungen nach Donggala beschädigt seien. Zudem werde der Rettungseinsatz inzwischen von der Dunkelheit erschwert.

Tsunami-Warnung war wieder aufgehoben worden

Nach mehreren Beben hatten die Behörden des Landes zunächst eine Tsunamiwarnung veröffentlicht. Nach kurzer Zeit wurde sie dann allerdings wieder aufgehoben. Der stärkste Erdstoß mit einer Stärke von 7,5 wurde 56 Kilometer nordöstlich der Stadt Donggala registriert. Zuvor war bei einem Beben der Stärke 6,1 nördlich von Donggala ein Mensch getötet worden. Dutzende Häuser seien beschädigt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. September 2018 um 14:15 Uhr und 16:15 Uhr in den Nachrichten.

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