Trump steigt in die Air Force One ein | Bildquelle: dpa

Trump nach dem Gipfel-Aus Kein böses Wort über Kim

Stand: 28.02.2019 13:37 Uhr

US-Präsident Trump will den abgebrochenen Gipfel in Hanoi nicht als Niederlage werten. Trotz der Differenzen bei Sanktionen und atomarer Abrüstung: Kim und er seien auf einem guten Weg.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington, zzt. Hanoi

Donald Trump zeigte sich betont ruhig, betont selbstverständlich. Kein böses Wort über Kim Jong Un, mit dem er sich ja nicht einig geworden war. Der mit höchsten Erwartungen befrachtete Gipfel von Hanoi war gerade geplatzt. "Es gibt diese Lücke zwischen uns, aber mit der Zeit werden wir die schon überbrücken", so Trump.  

Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim vorzeitig beendet
tagesschau 16:00 Uhr, 28.02.2019, Sandra Ratzow, ARD Washongton zzt. Hanoi

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Kim voller Zuversicht

Am frühen Morgen sah alles noch harmonisch und nach einem Gipfeltag mit stolzgeschwellter Brust aus. "Ich habe das Gefühl, dass wir zu einer guten Einigung kommen werden", hatte Kim gesagt und unterstrichen, dass er Atomwaffen abbauen wolle. Aber Kims Vorstellung davon sei eben doch anders als die der Amerikaner gewesen, so Trump: "Er will denuklearisieren, aber auf Feldern, die nicht so wichtig sind wie die, die wir wollen."

Nun ist nur die amerikanische Darstellung dessen bekannt, was auf dem Gipfel gesagt, angeboten und abgelehnt wurde. Aus nordkoreanischer Sicht mag sich das ganz anders darstellen. Trump jedenfalls sagt, dass Kim von ihm verlangt habe, die Sanktionen ganz fallen zu lassen: "Es ging um Sanktionen. Die wollten sie aufgehoben haben, aber selbst nicht dort abbauen, wo es uns wichtig ist. Sie haben etwas angeboten, aber nicht da, wo wir es wollten."

Sanktionen sind Faustpfand der USA

Er wolle ja die Sanktionen abbauen, so Trump. So schnell wie möglich. Er wolle ja, dass Nordkorea so schnell wie möglich sein Potentzial als Wirtschaftsstandort mit amerikanischer Hilfe entwickeln könne.

Aber die Sanktionen seien eben auch das Faustpfand, das die USA nicht einfach aus der Hand geben könnten. "Ob sie es glauben oder nicht, wir kennen das Land gut, jeden Zentimeter. Wir müssen bekommen, was wir bekommen müssen. Denn wir sollen viel geben", argumentierte Trump.

Atomtests bleiben ausgesetzt

Die Arbeit der vergangenen Monate seit dem Gipfel von Singapur sei nicht vergebens gewesen. Man habe gearbeitet, habe Optionen ausgelotet, die Vorstellungen abgeglichen. Und das habe sich auch gelohnt. Die Beziehung zueinander sei vertieft worden:

"Er hat eine klare Vision. Das ist nicht gerade unsere Vorstellung, aber sehr viel näher als vor einem Jahr."

Und: Kim habe ihm versichert, weiterhin keine Atomtests durchzuführen. Man habe sich freundlich verabschiedet, auch die Hände geschüttelt.

Die Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders jedenfalls sagte mit Blick auf die Zukunft, dass sich die Teams beider Seiten freuten, weiter an Lösungen zu arbeiten. Trump deutete an, dass es auch wieder einen Gipfel der beiden Staatschefs geben könnte. Ein Termin aber wurde nicht vereinbart.

Gipfeltreffen von Hanoi gescheitert
Arthur Landwehr, ARD Washington
28.02.2019 13:32 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Februar 2019 um 13:10 Uhr.

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