Syrien Damaskus Deir al-Sor

Krieg in Syrien Vier russische Soldaten getötet

Stand: 27.05.2018 13:37 Uhr

Bei einem Angriff von Rebellen sind in Syrien vier russische Soldaten gefallen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Viele Rebellen seien bei dem Gefecht getötet worden.

Bei Gefechten in der syrischen Provinz Deir al-Sor sind nach Angaben aus Moskau vier russische Soldaten getötet worden. Mehrere Rebellengruppen hätten eine Stellung der syrischen Artillerie angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur Interfax mit.

Zwei russische Militärberater der syrischen Truppen seien sofort tot gewesen, zwei Soldaten seien später ihren Verletzungen erlegen. Bei dem rund einstündigen Gefecht wurden demnach 43 Aufständische getötet.

Fast 100 Russen getötet

Seit Beginn des russischen Armeeeinsatzes in Syrien hat die staatliche Agentur Tass 43 im Kampf gefallene russische Soldaten dokumentiert. Zudem kamen etwa 50 Militärangehörige bei Flugzeugunfällen ums Leben.

Russland verfügt in Syrien eine Luftwaffenbasis und einen Marinestützpunkt. Seit September 2015 unterstützen die russischen Streitkräfte die syrischen Regierungstruppen mit Luftangriffen. Zudem sind bei unterschiedlichen Einheiten russische Militärberater eingebunden.

Präsident Wladimir Putin gab bereits mehrfach den Teilabzug russischer Truppen aus Syrien bekannt - zuletzt im vergangenen Dezember. Das Verteidigungsministerium in Moskau macht keine detaillierten Angaben darüber, wie viele Soldaten in Syrien stationiert sind.

Wie aktiv sind russische Söldner?

Außerdem kämpft eine unbekannte Zahl russischer Söldner in Syrien. Dies wurde spätestens im vergangenen Februar öffentlich, als bei einem Angriff syrischer Milizen und russischer Kämpfer auf kurdische Stellungen nahe Deir al-Sor mehrere Russen getötet wurden. Die US-Armee mischte sich damals aktiv in die Kämpfe ein. Nach Einschätzungen des US-Zentralkommandos wurden ungefähr 100 Angreifer getötet - auch mindestens fünf Russen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Mai 2018 um 18:00 Uhr.

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