Gedenken an die Toten in Luttach | Bildquelle: AP

Auto fährt in Menschenmenge Sechs Deutsche sterben in Südtirol

Stand: 05.01.2020 13:44 Uhr

Sechs Tote und elf Verletzte: Ein 27-jähriger Autofahrer ist offenbar für ein schweres Unglück in Südtirol verantwortlich. Bei den Opfern soll es sich um junge Deutsche handeln. Der Fahrer war offenbar betrunken.

In Südtirol ist ein Autofahrer in eine deutsche Reisegruppe gefahren und hat sechs junge Urlauber getötet. Man gehe davon aus, dass alle Opfer aus Deutschland gekommen seien, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die sechs Personen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren seien noch am Unfallort gestorben, bestätigte die Feuerwehr des Ortes. Elf Menschen seien verletzt worden, vier davon schwer.

Die Gruppe war in den Skiferien und soll in dem Wintersportort auf dem Heimweg von einem Discobesuch gewesen sein. Sie standen nach den bisherigen Erkenntnissen in der Nacht an der Hauptstraße von Luttach, einem 1000-Einwohner-Ort, neben einem Reisebus, als der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in die Gruppe raste. Die Polizei geht von einem Unfall und nicht von einer absichtlichen Tat aus.

Schwerer Verkehrsunfall in Südtirol
tagesschau 12:00 Uhr, 05.01.2020

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Hoher Alkoholwert im Blut

Ein Sprecher der Carabinieri sagte dem ARD-Studio Rom, beim Fahrer handele es sich um einen 27 Jahre alten Mann aus der Region. Ein erster Alkoholtest habe ergeben, dass er schwer betrunken war. Der Fahrer wurde festgenommen. Es werde wegen Tötung im Straßenverkehr ermittelt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Verletzten stammen nach Angaben der Carabinieri ebenfalls aus Deutschland und wurden in Krankenhäuser in Bozen, Bruneck und Innsbruck gebracht. Der Unglücksort Luttach liegt im Ahrntal, wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.

Die Opfer müssen noch abschließend identifiziert werden. "Das neue Jahr beginnt mit dieser schrecklichen Tragödie", sagte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher auf einer Pressekonferenz in Luttach. "Wir sind alle geschockt."

Viele Todesopfer stammen aus Nordrhein-Westfalen

Die meisten Todesopfer stammen nach derzeitigen Erkenntnissen aus Nordrhein-Westfalen. Das gab Ministerpräsident Armin Laschet über Twitter bekannt.

160 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Polizei ermittle den Hergang des Unglücks, hieß es beim Landeskommando der Carabinieri.

Die Gegend ist als Ski- und Wintersportort bekannt und besonders bei Jugendreisegruppen beliebt. Nach Medienberichten gibt es in Luttach häufig Klagen darüber, dass Autos auf der Hauptstraße zu schnell unterwegs sind.

Mit Informationen von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Südtirol: Auto fährt in Reisegruppe aus Deutschland
Jörg Seisselberg, ARD Rom
05.01.2020 11:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Januar 2020 um 12:00 Uhr.

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