Ein Verkäufer wartet während des Stromausfalls auf Kundschaft. | Bildquelle: REUTERS

Massiver Blackout In Argentinien und Uruguay fließt wieder Strom

Stand: 17.06.2019 02:20 Uhr

Nach dem massiven Stromausfall in Argentinien und Uruguay ist die Stromversorgung in beiden Ländern größtenteils wieder hergestellt. Die Gründe für den Blackout sind weiterhin unklar.

Nach mehreren Stunden Stromausfall fließt die Energieversorgung im allergrößten Teil von Argentinien und Uruguay wieder. In Argentinien würden 90 Prozent des Landes wieder mit Strom versorgt, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Telam mit. Auch in Urugay fließt die Energie überwiegend wieder.

Beide Länder hatten am Sonntag Vormittag einen massiven Stromausfall erlebt. Millionen Menschen waren betroffen. Ganz Argentinien und Uruguay seien nach einer schweren Störung im Verbundsystem ohne Elektrizität, hatte der argentinische Energieversorger Edesur am Morgen auf Twitter mitgeteilt. Krankenhäuser und Flughäfen konnten aber mit Notstrom weiterarbeiten.

Die Versorgung lief zunächst nur langsam wieder an. Im Netz der Hauptstadt und des Großraums Buenos Aires begann der Strom nach einigen Stunden wieder zu fließen.

Ganz langsam wurde eine Stadt nach der anderen, ein Stadtteil nach dem anderen wieder an das Netz angeschlossen. Dabei gibt es Probleme: Reserve-Kraftwerke ließen sich nicht wie im Krisenfall vorgesehen hochfahren, erklärte ARD-Korrespondent Ivo Marusczyk. Nur Feuerland, ganz im Süden von Argentinien war nicht betroffen, weil die Insel nicht am nationalen Verbundnetz hängt.

Massiver Stromausfall in weiten Teilen Südamerikas
tagesschau 20:00 Uhr, 16.06.2019, Michael Stocks, SWR

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Suche nach der Ursache

In sozialen Netzwerken machten Gerüchte über Sabotageakte die Runde. Doch die Ursache des größten Stromausfalls in der Geschichte des Landes dürfte viel einfacher sein, erläuterte ARD-Korrespondent Marusczyk. Unwetter hatten eine Leitung im Norden des Landes an der Grenze zu Paraguay beschädigt. Dieser Ausfall einer der wichtigsten Stromtrassen brachte das gesamte Hochspannungsnetz des Landes aus dem Gleichgewicht, so die offizielle Erklärung des Staatssekretariats für Energie.

Die argentinischen Behörden rätseln über die Ursache. "Wir haben keine Informationen darüber, warum das passiert ist" teilte Energieminister Gustavo Lopetegui bei einer Pressekonferenz mit.

Karte Argentinien und Uruguay mit den Hauptstädten Buenos Aires und Montevideo
galerie

Argentinien und Uruguay sind in der Stromversorgung durch den Staudamm Salto Grande eng verbunden.

Kein großes Chaos

In Argentinien wurden U-Bahnen und Züge gestoppt, Ampeln sind ausgefallen und die Wasserversorgung funktionierte nicht richtig. In mehreren Provinzen des Landes fanden trotz des Stromausfalls Wahlen statt, die Wähler mussten ihre Stimme zum Teil im Schein von Kerzen und Taschenlampen abgeben.

Auf der Südhalbkugel der Erde beginnt derzeit der Winter, zum Teil wird auch mit Strom geheizt. Lokale Stromausfälle sind in Argentinien häufig - allerdings eher in den Sommermonaten, wenn Klimaanlagen viel Strom verbrauchen.

In Argentinien und Uruguay leben zusammen ungefähr 48 Millionen Menschen. Die beiden Länder sind durch ein Stromnetz verbunden, das unter anderem vom gemeinschaftlich betriebenen Staudamm Salto Grande beliefert wird. Dieser befindet sich rund 450 Kilometer nördlich von Buenos Aires und rund 500 Kilometer nördlich von Uruguays Hauptstadt Montevideo.

Argentinien erlebt den größten Stromausfall seiner Geschichte
Ivo Marusczyk, ARD Buenos Aires
16.06.2019 23:46 Uhr

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Mit Information von Ivo Marusczyk, ARD-Studio Buenos Aires

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Juni 2019 um 20:00 Uhr.

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