Nordkoreas Machthaber Kim sieht einer Militärübung mit einer Rakete zu. | Bildquelle: AFP

Nach Trumps Drohung Nordkorea verurteilt neue US-Sanktionen

Stand: 25.02.2018 12:02 Uhr

Nordkorea hat die jüngsten US-Sanktionen scharf verurteilt. Die Regierung in Pjöngjang werte diese als Kriegsdrohung - und drohte ihrerseits mit Vergeltung. Auch China kritisierte die neuen US-Sanktionen.

Nordkorea hat die jüngsten US-Sanktionen als "Kriegshandlung" verurteilt. "Wie wir bereits wiederholt gesagt haben, sehen wir jede Beschränkung gegen uns als Kriegshandlung an", hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums. Das Ministerium drohte zugleich mit Vergeltung, sollten "die USA wirklich die Nerven haben", Nordkorea in "grober" Weise entgegenzutreten.

Trumps Eskalationsdrohung

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatte das US-Finanzministerium am Freitag neue Sanktionen gegen Schiffe und Unternehmen angekündigt, die illegale Geschäfte mit Nordkorea gemacht haben sollen. Präsident Donald Trump sprach von den "härtesten Sanktionen", die jemals gegen ein Land verhängt worden seien. Er drohte zudem, dass die USA "Phase zwei" einleiten würden, sollten die Sanktionen keinen Erfolg haben. Dies "könnte eine sehr grobe Sache" werden, sagte Trump, ohne nähere Angaben zu machen.

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Das Außenministerium in Pjöngjang verwies nun auf "unsere eigene Atomwaffe - ein geschätztes Schwert der Gerechtigkeit, um uns vor solchen Drohungen der USA zu schützen".

Auch Peking betroffen

Neben nordkoreanischen Unternehmen sind auch Firmen aus anderen Ländern betroffen, darunter China. Die US-Regierung forderte den UN-Sicherheitsrat auf, ein weltweites Hafenverbot für 33 Schiffe zu verhängen und 27 Schifffahrts- und Handelsunternehmen auf die Sanktionsliste zu setzen. Nach Ansicht der USA wurden diese zur Umgehung bestehender Strafmaßnahmen genutzt.

Die Regierung in Peking verurteilte die neuen US-Sanktionen ebenso. China lehne die einseitigen Strafmaßnahmen entschieden ab, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Washington müsse sein Fehlverhalten "umgehend" stoppen, um der Zusammenarbeit beider Länder nicht zu schaden. China werde "niemals zulassen", dass sich chinesische Bürger oder Unternehmen an Verstößen gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats beteiligten, versicherte der Sprecher.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2018 um 12:00 Uhr.

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