Kim Jong Un, Bild vom 16.03.2017 | Bildquelle: AFP

Staatliche Medienberichte Nordkorea testet neuen Raketenantrieb

Stand: 19.03.2017 07:07 Uhr

China und die USA bemühen sich um eine gemeinsame Haltung gegenüber Nordkorea, die Führung in Pjöngjang scheint das wenig zu beeindrucken. Staatliche Medien verkündeten den erfolgreichen Test eines neuen Raketenantriebs. Eine "Wiedergeburt der Raketenindustrie", so Kim Jong Un.

Nordkorea hat nach Angaben staatlicher Medien einen neuen Raketenantrieb getestet. Staatschef Kim Jong Un habe dem Test beigewohnt, berichtete die Nachrichtenagentur KCNA. Nordkorea habe einen "historischen Sieg" errungen, sagte Kim den Angaben zufolge. Laut KCNA treibt das Land die Entwicklung einer Trägerrakete zur Stationierung von Satelliten im Weltall voran.

Die Regierung des international isolierten Landes betont immer wieder, dass ihr Raumfahrtprogramm allein wissenschaftlichen Zwecken dient. Trägerraketen können jedoch sowohl zu zivilen als auch zu militärischen Zwecken eingesetzt werden. Die USA und das mit ihnen verbündete Südkorea gehen daher davon aus, dass Nordkorea in Wahrheit andere Absichten verfolgt und mit solchen Tests sein Raketenprogramm vorantreibt.

Nordkorea testet neuen Raketenantrieb
tagesschau24 09:00 Uhr, 19.03.2017

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Nordkorea provoziert immer wieder mit Raketentests die Weltgemeinschaft. Im vergangenen Jahr unternahm das kommunistische Land zwei Atomwaffentests und eine Reihe von Raketentests. Pjöngjang verstieß damit gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Vor zwei Wochen feuerte Nordkorea vor seiner Ostküste vier Raketen ins Meer ab. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 beschloss der Sicherheitsrat bereits sechs Sanktionsrunden gegen das Land.

"Nordkorea auf Kurs bringen"

Wenige Stunden vor Bekanntwerden des neuen Tests hatten die USA und China angekündigt, enger zusammenarbeiten zu wollen, um eine Lösung für die Bedrohung durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm zu finden. Man werde Nordkorea gemeinsam "auf einen anderen Kurs" bringen, sagte der neue US-Außenminister Rex Tillerson nach Gesprächen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi in Peking. 

Beide Seiten hätten das Gefühl, dass die Spannungen auf der Halbinsel "ein ziemlich gefährliches Niveau" erreicht hätten.  Deshalb habe man sich verpflichtet, "alles zu tun, um zu verhindern, dass irgendeine Art von Konflikt ausbricht", sagte Tillerson. Wang sprach von "ehrlichen, pragmatischen und produktiven" Gesprächen. "Egal was passiert, wir müssen uns diplomatischen Mitteln verpflichten, um eine friedliche Beilegung des Konfliktes zu erreichen." Tillerson traf auch mit Chinas Präsidenten Xi Jinping zusammen.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping und US-Außenminister Rex Tillerson | Bildquelle: dpa
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Austausch von Freundlichkeiten: Chinas Staatspräsident Xi Jinping und US-Außenminister Rex Tillerson

USA und China suchen gemeinsame Linie

Sowohl China als auch die USA stimmten damit versöhnlichere Töne an als in den Tagen zuvor. China hatte kurz vor dem Tillerson-Besuch noch vor einem "Frontalzusammenstoß" mit Nordkorea gewarnt und die USA und Südkorea zum Kompromiss aufgerufen. Tillerson hatte dagegen am Freitag in Seoul betont, dass er den Druck auf Nordkorea erhöhen wolle und schloss dabei auch ein militärisches Vorgehen prinzipiell nicht aus. Gleichzeitig deutete auch US-Präsident Donald Trump eine härtere Gangart an. Nordkorea verhalte sich "sehr böse", schrieb Trump am Freitag auf Twitter. "Sie spielen seit Jahren mit den USA. China hat wenig unternommen, um zu helfen."

Genau wie die USA will auch China keine Atomwaffen in den Händen von Machthaber Kim Jong Un, fürchtet aber eine Eskalation genauso wie einen Kollaps des Regimes durch noch härtere Sanktionen. Die Folge könnte eine Wiedervereinigung beider Koreas sein, bei der US-Truppen an Chinas Grenze vorrücken. Da bevorzugt Peking den Status Quo.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. März 2017 um 06:00 Uhr

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