NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg | AP

NATO-Reform "Mehr in unsere Verteidigung investieren"

Stand: 17.02.2021 20:39 Uhr

NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat seine Vorschläge für die Reform des transatlantischen Militärbündnisses vorgestellt. Ein wichtiger Punkt dabei: mehr Geld für die gemeinsame Verteidigung.

Von Matthias Reiche, ARD-Studio Brüssel

Es geht um Abschreckung, Gefahrenabwehr und Verteidigung. Dafür soll die NATO weltweit enger mit potenziellen Partnern zusammenarbeiten, erklärte NATO-Generalsekretär Stoltenberg.

Matthias Reiche ARD-Studio Brüssel

Der Norweger hat unter dem Namen "Projekt 2030" ein ganzes Bündel von Maßnahmen präsentiert, um die Allianz zukunftsfit zu machen. So sollen auch zusätzliche Konsultationen eingeführt werden, um die politische Koordinierung zu stärken: "Und wir müssen mehr tun, um die transatlantische Zusammenarbeit zu fördern, damit die NATO ihren Technologievorsprung behält," erklärte Stoltenberg.

Es ginge darum, "unsere wertebasierte Ordnung zu schützen, die untergraben wird von Ländern wie Russland und China, die unsere Werte nicht teilen. Mit Blick auf die Zukunft müssen wir auch mehr in unsere Verteidigung investieren. Bisher erfüllen neun Staaten das vereinbarte Ziel der Allianz, zwei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung für die Verteidigung auszugeben."      

Neuer US-Außenminister erstmals dabei

Für die USA nahm erstmals der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin an den Beratungen teil. Er versprach, dass mit dem Machtwechsel im Weißen Haus die Zeit der amerikanischen Alleingänge vorbei sei.

Am Donnerstag wird es in einer Gesprächsrunde auch um den Einsatz in Afghanistan gehen. Unter Ex-Präsident Donald Trump hatten die USA mit den Taliban vereinbart, das Land bis Mai zu verlassen. Allerdings deutet viel darauf hin, dass die NATO-Staaten sich einen Verbleib in Afghanistan über Ende April hinaus offenhalten möchten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Februar 2021 um 20:00 Uhr.