Feuerwehreinsatz am Unglücksort in Mexiko | Bildquelle: AFP

Mexiko 73 Tote bei Großbrand an Benzinleitung

Stand: 19.01.2019 15:08 Uhr

Nach einem Großbrand an einer Pipeline in Mexiko ist die Zahl der Toten auf 73 gestiegen. An der Benzinleitung hatte sich ein Leck gebildet. Hunderte Menschen wollten sich mit Treibstoff versorgen, als es zu einer Explosion kam.

Im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo ist eine große Benzinleitung explodiert und daraufhin in Flammen aufgegangen. Die Zahl der Menschen, die dabei ums Leben kamen, sei auf mindestens 73 gestiegen, teilte der Gouverneur des Bundesstaates, Omar Fayad, mit. Mindestens 74 weitere seien verletzt worden. Sie wurden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, so der Gouverneur. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

Mindestens 66 Tote bei Explosion einer Benzin-Pipeline
tagesschau 20:00 Uhr, 19.01.2019, Xenia Böttcher, ARD Mexiko Stadt

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An der Benzinleitung hätten sich im Moment der Explosion mehrere Hundert Menschen befunden, berichteten lokale Medien. Zuvor habe sich an der Pipeline in der Stadt Tlahuelilpan etwa 50 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt ein Leck gebildet. Die Anwohner der Gegend hätten sich der Leitung genähert, um das Benzin in Eimern oder Kanistern mitzunehmen, als es zu der Explosion kam und das Feuer ausbrach. Fernsehbilder zeigten fliehende Menschen und verbrannte Leichen. Feuerwehrleute konnten den Brand erst nach Stunden unter Kontrolle bringen.

Kampf gegen Korruption im staatlichen Erdölkonzern

Hidalgos Gouverneur Fayad rief nach dem Unfall die Bevölkerung auf, sich nicht am Benzindiebstahl zu beteiligen. Es sei lebensgefährlich, warnte er auf Twitter. "Das ist heute in Tlahuelilpan passiert und es darf sich nicht wiederholen."

Vor zwei Wochen hatte die Regierung von Präsident Lopez Obrador , die seit Dezember im Amt ist, den Benzindieben und der Korruption im staatlichen Erdölkonzern Pemex den Kampf angesagt. Pipelines wurden stillgelegt, damit sie nicht angezapft werden können. Den Transport des Treibstoffs übernahmen Tanklastwagen. Dadurch kam es in vielen Bundesstaaten jedoch zu Engpässen. Vor den Tankstellen bildeten sich kilometerlange Schlangen.

Karte Mexiko mit dem Bundesstaat Hidalgo und Mexiko-Stadt
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Der Bundesstaat Hidalgo befindet sich nordöstlich von Mexiko-Stadt.

Nationales Notfallkomitee eingesetzt

Der Minister für öffentliche Sicherheit Mexikos, Alfonso Durazo, teilte mit, er habe angesichts des Notfalls in Hidalgo unverzüglich das Nationale Notstandskomitee eingesetzt, um die betroffene Bevölkerung schnell zu versorgen.

Der staatliche Mineralölkonzern Pemex teilte mit, sein Fachpersonal stehe bereit und stimme sich mit Bundes- und Kommunalbehörden ab. Die Explosion sei eine Folge von Manipulationen an der Leitung beim illegalen Anzapfen gewesen - die Benzinversorgung der Hauptstadt sei nicht gefährdet.

Mit Informationen von Anne-Katrin Mellmann.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Januar 2019 um 15:00 Uhr.

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