Mira Ricardel neben Donald Trump | Bildquelle: AP

Sicherheitsberaterin Ricardel Auf Melanias Wunsch hin abgesetzt

Stand: 15.11.2018 01:20 Uhr

Nächste Personalveränderung im Weißen Haus: Nachdem sich First Lady Melania Trump negativ über eine Mitarbeiterin geäußert hatte, wurde diese nun abgezogen. Ganz gehen muss Mira Ricardel aber nicht.

Nach Kritik von US-First-Lady Melania Trump ist die stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin Mira Ricardel ihres Postens enthoben worden. Ricardel werde das Weiße Haus verlassen und eine neue Aufgabe in der Regierung erhalten, teilte Regierungssprecherin Sarah Sanders mit. US-Präsident Donald Trump sei dankbar für Ricardels fortdauernden Dienst.

Melania Trump hatte sich zuvor öffentlich für Ricardels Entlassung ausgesprochen. "Es ist die Haltung des Büros der First Lady, dass sie (Ricardel) nicht länger die Ehre verdient, im Weißen Haus zu dienen", erklärte ihre Sprecherin Stephanie Grisham.

Die First Lady hält sich mit öffentlichen Stellungnahmen üblicherweise sehr zurück, noch dazu mit Äußerungen politischer Art. Dass sie noch dazu offensiv die Entlassung einer hochrangigen Regierungsvertreterin verlangte, ließ umso mehr aufhorchen. Und erst recht sorgt für Aufruhr, dass ihre Aufforderung nun unmittelbar Konsequenzen hat.

First Lady Melania Trump sieht sich mit einem Fernglas vom Fahrzeug aus den Nationalpark in Nairobi an. | Bildquelle: AP
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Melania Trump sucht selten das Rampenlicht. Dass sie es nun mit einer Personalkritik getan hat, sorgt für Gesprächsstoff.

Hinweise auf Streit bei Afrika-Reise

Ricardel soll laut der Zeitung "Wall Street Journal" während Melania Trumps Afrika-Reise im Oktober mit Mitarbeitern der First Lady aneinandergeraten sein. Dabei soll es um Sitzplätze im Flugzeug und Anfragen zur Verwendung von Mitteln des Nationalen Sicherheitsrats gegangen sein.

Die Präsidentengattin hatte während ihrer Reise durch Ghana, Mali, Kenia und Ägypten in einem Fernsehinterview gesagt, im Weißen Haus gebe es Leute, denen weder sie noch der Präsident trauen könnten. Namen wollte sie nicht preisgeben.

Nach Streit mit der First Lady - Stellvertretende Sicherheitsberaterin muss gehen
Arthur Landwehr, SWR Washington
15.11.2018 06:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. November 2018 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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