Das Flugzeug der Luftwaffe mit deutschen Verletzten an Bord bei der Landung in Köln. | Bildquelle: REUTERS

Busunglück auf Madeira Verletzte in Deutschland gelandet

Stand: 20.04.2019 17:33 Uhr

Der Luftwaffen-Airbus mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira an Bord ist am Flughafen Köln-Bonn gelandet. Insgesamt 15 Patienten sollen nun in Deutschland weiter ärztlich versorgt werden.

Überlebende des Busunglücks auf Madeira sind in Deutschland eingetroffen. Eine Maschine der Luftwaffe landete kurz nach 17.00 Uhr am Flughafen Köln-Bonn, an Bord waren nach ARD-Informationen insgesamt 15 Patienten.

Die Überlebenden an Bord der Maschine stammen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn und dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensivstation des Airbus "MedEvac".

Der Kölner Rettungsdienst war zuvor im Konvoi zum Flughafen gefahren und stand mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit.

Ermittlungsergebnisse noch nicht bekannt

Das Flugzeug war am frühen Morgen nach Madeira aufgebrochen, um die Verletzten nach Deutschland zu holen. Eine verletzte Deutsche war nach Angaben der Klinikleitung noch nicht transportfähig und blieb zunächst im Krankenhaus in der Inselhauptstadt Funchal. Ein weiterer war bereits am Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt.

Auf Madeira ist ein Reisebus mit deutschen Urlaubern in die Tiefe gestürzt. | Bildquelle: AP
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Der Reisebus ist in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Bei dem schweren Busunglück am Mittwochabend war ein Reisebus in dem Ort Caniço von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. Als Ursache gilt ein Bremsversagen als wahrscheinlich, offizielle Ermittlungsergebnisse gibt es aber noch nicht.

Akten mit Fingerabdrücken aus Deutschland erwartet

Die portugiesischen Behörden sprechen von insgesamt 29 deutschen Touristen, die bei dem Unfall ums Leben kamen. Von deutscher Seite wurde bislang keine Opferzahl genannt. Das soll nach Angaben des Auswärtigen Amts erst geschehen, wenn alle Angehörigen informiert sind. Die Autopsie der Opfer wurde inzwischen abgeschlossen, berichten portugiesische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Justizministeriums.

Im Laufe des Tages würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

Luftwaffe: Maschine mit 15 verletzten Personen in Köln gelandet
Anja Günther, ARD Berlin
20.04.2019 21:23 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. April 2019 um 17:50 Uhr.

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