Netanyahu | Bildquelle: REUTERS

Israel Netanyahu erneut zum Likud-Chef gewählt

Stand: 27.12.2019 05:36 Uhr

Er hat es nicht geschafft, eine Regierung zu bilden und steht als erster amtierender Regierungschef Israels unter Anklage. Dennoch wurde Netanyahu erneut zum Likud-Vorsitzenden gewählt - mit deutlicher Mehrheit.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu bleibt Vorsitzender der rechtsgerichteten Likud-Partei. In der parteiinternen Wahl setzte sich Netanyahu klar gegen seinen Herausforderer Gideon Saar durch.

Netanyahu bleibt Chef der Likud-Partei
tagesschau 12:00 Uhr, 27.12.2019, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

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72,5 Prozent der Stimmen

Der Ministerpräsident lag nach Auszählung aller Stimmen bei 72,5 Prozent, Ex-Minister Saar bei 27,5 Prozent, wie die Partei mitteilte. Netanyahu wird damit Spitzenkandidat des Likud bei der vorgezogenen Neuwahl am 2. März.

Der Regierungschef hatte sich schon vor Auszählung aller Stimmen zum Sieger ausgerufen. "Ein großer Sieg! Danke an die Likud-Mitglieder für ihr Vertrauen, Unterstützung und Liebe", schrieb Netanyahu kurz nach Mitternacht (Ortszeit) auf Twitter. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich in den ersten Ergebnissen bereits sein deutlicher Sieg ab.

Saar stellt sich hinter Netanyahu

Saar erklärte, dass er trotz seiner klaren Niederlage nicht bereue, gegen Netanyahu ins Rennen gezogen zu sein. Er gratulierte Netanyahu zum Erfolg. "Meine Freunde und ich stehen hinter ihm (Netanyahu) in der Kampagne für den Erfolg von Likud in den Wahlen", twitterte Saar.

Gideon Saar | Bildquelle: AFP
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Gideon Saar war der einzige Herausforderer Netanyahus.

Der Knesset-Abgeordnete steht in vielen politischen Fragen weiter rechts als Netanyahu. Er gilt schon seit Jahren als wichtigster parteiinterner Widersacher des Partei- und Regierungschefs.

Die Parlamentswahl im März ist bereits die dritte innerhalb von zwölf Monaten. Netanyahu war es nach den beiden vergangenen Parlamentswahlen im September und April nicht gelungen, eine neue Regierungsmehrheit zu schmieden.

Anklage wegen Korruption

Netanyahu steht seit Ende November wegen Korruption als erster amtierender Regierungschef in der Geschichte Israels unter Anklage. Ihm werden Betrug, Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bezeichnet der 70-Jährige als politisch motiviert.

Als Regierungschef müsste er nach den geltenden Gesetzen nur zurücktreten, wenn alle Rechtsmittel gegen eine mögliche Verurteilung ausgeschöpft sind.

Netanyahu siegt bei parteiinterner Wahl
Benjamin Hammer, ARD Tel Aviv
27.12.2019 13:01 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Dezember 2019 um 06:00 Uhr.

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