Eine Frau weint in Trauer um den verstorbenen Basketballstar Kobe Bryant. | AFP

Verunglückter Basketballstar Los Angeles nimmt Abschied von Kobe Bryant

Stand: 25.02.2020 04:49 Uhr

Tausende Menschen haben in Los Angeles Abschied von Basketball-Star Kobe Bryant genommen. Dessen Witwe verklagte derweil das Unternehmen, das den verunglückten Helikopter betrieb.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Millionen Menschen in den USA haben die Trauerfeier am Bildschirm mitverfolgt. Im Staples Center von Los Angeles, dort wo Bryant viele Jahre so viele Erfolge gefeiert hatte, waren alle 20.000 Sitzplätze besetzt.

Marcus Schuler ARD-Studio Los Angeles

Den Anfang machte die Sängerin Beyoncé. Jimmy Kimmel, Late-Night Moderator und Lakers-Fan, führte behutsam durch die gut zweistündige Feier. Er erinnerte zu Beginn auch an die weiteren sieben Opfer des Hubschrauberabsturzes von vor gut einem Monat. Unter Tränen sagte Kimmel, überall, wo man in LA hingehe, sehe man Kobes Gesicht und das seiner Tochter sowie deren Rückennummern.

Kobe war ein Künstler

Es gäbe Hunderte von Wandgemälden von Künstlern, so Kimmel, die nicht inspiriert wurden, weil er ein Basketballspieler, sondern weil Kobe auch ein Künstler gewesen sei.

Vanessa Bryant, die 37-jährige Witwe und vierfache Mutter, die bei dem Absturz auch ihre 13-jährige Tochter Gianna verlor, trat zum ersten Mal seit dem Unglück in der Öffentlichkeit auf. Immer wieder musste sie innehalten, weil sie mit den Tränen kämpfte.

Kobe sei ihr süßer Ehemann und der wunderschöne Vater Ihrer Kinder. "Er war meins, er war alles für mich", sagte sie. Sie vermisse ihre 13-jährige Tochter Gianna, die ihr jeden Morgen und Abend einen Kuss gegeben habe. Gott habe gewusst, dass man die beiden nicht trennen könne. Deshalb seien sie zusammen im Himmel.

Abschiedsrede von Michael Jordan

Die vielleicht schönste Abschiedsrede hielt Ex-Basketball-Superstar Michael Jordan. Mit tränenüberströmten Gesicht sagte er:

Nun muss ich mir für die nächsten drei Jahre mein heulendes Meme anschauen. Das würde mir nicht passieren, habe ich meiner Frau gesagt.