Auseinandersetzungen im Gazastreifen | Bildquelle: REUTERS

US-Botschaft in Jerusalem Dutzende Tote an Gaza-Grenze

Stand: 14.05.2018 22:03 Uhr

Schon Stunden vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat es heftige Proteste gegeben. Dutzende Palästinenser wurden im Gazastreifen von israelischen Soldaten erschossen - Tausende wurden verletzt.

Schon Stunden vor der offiziellen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist es an Israels Grenze zum Gazastreifen zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Mindestens 55 Palästinenser wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums getötet. Etwa 2800 Menschen seien verletzt worden.

Im Gazastreifen sind wegen eines Generalstreiks Geschäfte, Schulen und die Universitäten geschlossen. Zu dem Streik hatten alle politischen Fraktionen in dem Küstengebiet aufgerufen, einschließlich der dort herrschenden radikalislamischen Hamas. Jugendliche verbrannten schon am Morgen Reifen auf Kreuzungen von Hauptstraßen als Protest gegen die Verlegung der US-Botschaft. Busse sammelten Menschen von den Straßen auf, über Moschee-Lautsprecher wurde zur Teilnahme an den Massenprotesten aufgerufen. Nach Berichten von Augenzeugen versuchten mehrere Männer, den Grenzzaun zu Israel zu durchschneiden.

Die israelische Armee hat die Truppenpräsenz entlang des Gazastreifens verdoppelt und im Westjordanland verstärkt. Bisher waren rund hundert Scharfschützen am Gazastreifen positioniert.

US-Botschaft in Jerusalem: Eröffnungsfeier und Ausschreitungen
tagesschau 15:00 Uhr, 14.05.2018, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Rund 5000 Palästinenser bei Protestmarsch in Ramallah

Auch in Ramallah im Westjordanland nahmen rund 5000 Palästinenser an einem Protestmarsch teil. Sie trugen palästinensische und schwarze Flaggen sowie Schlüssel. Damit wiesen sie auf ihre Forderung nach einer Rückkehr in die Gebiete hin, aus denen 1948 im Zuge der israelischen Staatsgründung Hunderttausende Palästinenser flohen oder vertrieben wurden.

Neben der Botschaftseröffnung mit einer feierlichen Zeremonie am Nachmittag ist der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels Anlass für die Unruhen. Zudem ist morgen der Nakba-Tag, an dem die Palästinenser traditionell an ihre Flucht und Vertreibung erinnern.

Schwere Auseinandersetzungen im Gazastreifen
tagesschau 14:00 Uhr, 14.05.2018, Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv

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Warnung per Flugblatt an Palästinenser

In Flugblättern, die mit Flugzeugen verteilt wurden, hatte das israelische Militär auf Arabisch gewarnt, dass gegen jeden Versuch vorgegangen werde, den Sicherheitszaun zu beschädigen. Der Chef der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas, Jahia Sinwar, hatte die Palästinenser in den vergangenen Tagen ermutigt, die Grenzanlage zu überwinden. "Was ist das Problem, wenn Hunderttausende einen Zaun durchbrechen, der keine Grenze ist?", sagte Sinwar.

Das Terrornetzwerk Al-Kaida rief Muslime vor dem Hintergrund der Botschaftseröffnung zum Dschihad gegen die USA auf.

Auswärtiges Amt gibt Reisehinweis aus

Das Auswärtige Amt in Berlin mahnte Israel-Besucher zu Vorsicht in den nächsten Tagen. Gewalttätige Ausschreitungen seien nicht auszuschließen. Auch US-Einrichtungen sollten heute gemieden werden. Die USA haben unterdessen den Schutz ihrer Einrichtungen in islamischen Ländern aus Furcht vor Angriffen wegen der Verlagerung der Botschaft verstärkt.

An der Einweihung des US-Botschaftsgebäudes in Jerusalem, welches bislang ein US-Konsulatsgebäude war, nimmt eine Delegation des Weißen Hauses teil, zu der Trumps Tochter und Beraterin Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner zählen. Auch US-Vizeaußenminister John Sullivan und US-Finanzminister Steven Mnuchin nehmen an der Eröffnungszeremonie teil.

"Beginn einer neuen Weltordnung"

Auch Guatemala und Paraguay wollen ihre Botschaften nach Jerusalem verlegen.

Die Palästinenser beanspruchen den von Israel annektierten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt eines eigenen Staates.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu betonte, dass Jerusalem "für immer Israels Hauptstadt bleiben" werde, Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat sprach "vom Beginn einer neuen Weltordnung".

Über dieses Thema berichtete das morgenmagazin am 14. Mai 2018 um 05:38 Uhr.

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