US-Präsident Donald Trump spricht mit Japans Kaiser Naruhito in Tokio. | Bildquelle: REUTERS

Staatsbesuch in Japan Trump trifft Kaiser Naruhito

Stand: 27.05.2019 09:31 Uhr

Er war der erste ausländische Staatsgast, dem diese Ehre zuteil wurde: US-Präsident Trump ist vom neuen japanischen Kaiser Naruhito empfangen worden - inklusive Rundgang im Palast und einem kurzen Gespräch.

Der japanische Kaiser Naruhito hat US-Präsident Donald Trump empfangen - als ersten ausländischen Staatsgast. Es war der zeremonielle Höhepunkt von Trumps viertägigem Staatsbesuch in Japan.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania hielt er sich rund 50 Minuten im Palast in Tokio auf. An dem Empfang, einem Rundgang durch den kaiserlichen Palast und einem anschließenden Gespräch nahm auch Naruhitos Ehefrau Masako teil. Das japanische Monarchenpaar spricht fließend Englisch. Kaiser Naruhito studierte in Oxford, seine Frau Masako in Harvard. Am Abend wird der US-Präsident erneut im Palast erwartet. Dann findet ein Bankett statt.

Trump fühlt sich geehrt

Der US-Präsident sprach von einer "großen Ehre", den Kaiser zu treffen, der erst seit knapp einem Monat im Amt ist. Seit mehr als 200 Jahren habe es kein derartiges Ereignis mehr in der Geschichte Japans gegeben, hatte Trump schon vor dem Treffen erklärt. Naruhito hatte am 1. Mai nach der Abdankung seines Vaters Akihito den Thron bestiegen.

Nach der Visite beim Kaiser kam Trump mit Ministerpräsident Shinzo Abe zu politischen Gesprächen zusammen. Hauptthemen des Staatsbesuchs sind die Sicherheitspolitik, insbesondere der Umgang mit Nordkorea und dem Iran, sowie der Handel.

Donald Trump und Kaiser Naruhito mit ihren Ehefrauen | Bildquelle: JAPAN POOL/POOL/EPA-EFE/REX
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Gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania hielt sich US-Präsident Donald Trump rund 50 Minuten im Palast in Tokio auf.

"Kein Führungswechsel im Iran"

Trump erklärte sich grundsätzlich zu Gesprächen mit dem Iran bereit - und strebt nach eigenen Worten keinen Führungswechsel an. "Wir streben an, dass es keine Atomwaffen gibt", sagte Trump. Er rechne mit einem "Deal" mit Teheran. Vergangene Woche hatte Trump dem Iran noch mit Vernichtung gedroht.

Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft. Unter Verweis auf eine "akute Bedrohung" durch den Iran hatte die US-Regierung Anfang Mai einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in die Golfregion verlegt. Zudem verschärfte sie die gegen den Iran verhängten Wirtschaftssanktionen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Mai 2019 um 08:00 Uhr.

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