Das Rettungsschiff der "Proactiva Open Arms" liegt am Kai im Hafen von Campamento. | Bildquelle: REUTERS

Hunderte Flüchtlinge an Bord Rettungsschiff darf in Spanien anlegen

Stand: 28.12.2018 11:51 Uhr

2018 hatte die Weigerung einiger Länder, Rettungsschiffe aufzunehmen, mehrfach für Streit gesorgt. Nun war ein Schiff der "Proactiva Open Arms" betroffen. Und wieder gewährte Spanien die Einfahrt.

Nach einer Woche auf hoher See durfte ein Rettungsschiff der Organisation "Proactiva Open Arms" in einen spanischen Hafen einlaufen. Die Crew hatte vor der libyschen Küste mehr als 300 Flüchtlinge an Bord genommen, deren Boote nach Angaben der Hilfsorganisation in Seenot geraten waren.

Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf Behörden, dass das Schiff am Freitagmorgen in den Hafen von Campamento bei Algeciras im Süden des Landes einlief.

Flüchtlinge an Bord eines Rettungsschiffes der "Proactiva Open Arms". | Bildquelle: AP
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Die Weihnachtstage verbrachten die mehr als 300 Flüchtlinge auf hoher See..

Keine Reaktion oder Absage

Die insgesamt 311 Migranten sollen laut "Proactiva Open Arms" aus Somalia, Nigeria und Mali stammen. Nach der Rettungsaktion fragte die Schiffsbesatzung in mehreren Ländern um Einfahrt in einen Hafen. Doch Libyen, Frankreich und Tunesien reagierten nicht, Italien und Malta lehnten die Aufnahme des Schiffes ab. Malta gewährte jedoch, dass eine schwangere Frau und eine Mutter mit Neugeborenem eingeflogen werden durften.

Die Menschen an Bord verbrachten auch die Weihnachtstage auf dem Mittelmeer. Proviant und Medikamente bekamen sie von der Besatzung eines Schiffes der spanischen Hilfsorganisation "Astral".

Rettungsschiff mit mehr als 300 Menschen in Spanien eingetroffen
tagesschau 15:00 Uhr, 28.12.2018

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Rettungsschiffe werden zum Streitfall

Im Laufe des Jahres hatte es mehrfach Streit um die Aufnahme von Rettungsschiffen gegeben. Darunter war die Debatte um die "Aquarius". Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée hatte das Schiff bis Anfang des Monats gemeinsam mit den Ärzten ohne Grenzen betrieben. Auch der "Aquarius" hatte der italienische Innenminister Matteo Salvini untersagt, in einem Hafen seines Landes anzulegen.

Weitere Streitfälle warne die "Lifeline" oder die "Sea-Watch 3" - beiden Schiffen wurde nach der Einfahrt in einen Hafen zeitweise untersagt, wieder ins Mittelmeer auszulaufen.

Rettungsschiff "Open Arms" in Spanien eingetroffen
Marc Dugge, ARD Madrid
28.12.2018 12:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Dezember 2018 um 11:00 Uhr.

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