Der Vulkan Mount Rinjani | Bildquelle: AP

Nach Erdbeben auf Lombok Wanderer beginnen mit Abstieg vom Vulkan

Stand: 30.07.2018 17:09 Uhr

Nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok haben mehrere Hundert Wanderer ihren Abstieg von einem aktiven Vulkan begonnen. Sie hatten dort festgesessen. Ein Rettungsteam erreichte Hunderte weitere auf dem Berg.

Die Rettung ist nah: Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok haben mehrere Hundert Wanderer ihren Abstieg von dem aktiven Vulkan Rinjani begonnen. Mehr als 250 Personen seien in dem Dorf Sembalun angekommen und ein Rettungsteam habe Hunderte weitere in der Nähe des Kratersees auf dem Berg erreicht, sagte ein Militärbediensteter dem indonesischen Fernsehen. Manche hätten leichte Verletzungen erlitten und seien traumatisiert, doch den meisten gehe es gut.

Zuvor hatten mehr als 700 Wanderer auf dem Vulkan festgesessen. Die meisten hätten sich nahe dem Vulkansee Segara Anakan versammelt, sagte der Direktor des Mount Rinjani-Nationalparks, Sudiyono. Dies hätten Überlebende berichtet.

Nach offiziellen Angaben der Behörden waren am Wochenende auch mindestens 13 Bundesbürger an dem Berg unterwegs. Vom Auswärtigen Amt gab es noch keine Angaben, ob unter den Geretteten auch die Deutschen waren.

Bergsteiger steigen vom Mount Rinjani ab. | Bildquelle: STR/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Hunderten Wanderern gelang es mittlerweile, wieder abzusteigen.

Alternativroute entdeckt

Den Wanderern wurde demnach durch Erdrutsche der Weg abgeschnitten. Durch das Beben war tonnenweise Geröll und Schlamm an dem Berg niedergegangen, die Wanderwege wurden gesperrt. Inzwischen haben Bergführer eine Alternativroute entdeckt.

Mehr als 800 Menschen waren als Kletterer auf den 3726 Meter hohen Rinjani registriert, als das Erdbeben die Insel erschütterte, sagte Sudiyono. Rund 300 von ihnen hätten es geschafft, vom Berg nach unten zu kommen. Hubschrauber und Rettungsteams zu Fuß wurden entsandt, um die Hänge des Bergs abzusuchen. An dem Berg befinden sich zahlreiche Wanderwege, die bei Touristen beliebt sind.

Eine Person klettert über die eingestürzten Ruinen eines Hauses nach einem Erdbeben in Lombok. | Bildquelle: ANTARA FOTO
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Eine Person klettert über die eingestürzten Ruinen eines Hauses nach einem Erdbeben in Lombok.

Mindestens 14 Tote bei Erdbeben

Das Beben der Stärke 6,4 hatte sich am Sonntag 50 Kilometer nordöstlich von Lomboks Hauptort Mataram ereignet. Mindestens 14 Menschen kamen ums Leben. Nach dem ersten Erdstoß gab es zwei weitere starke Beben sowie mehr als hundert Nachbeben. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder kommt es vor, dass dort die Erde bebt und Vulkane ausbrechen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Juli 2018 um 08:00 Uhr.

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