Flüchtlinge auf einem Boot der spanischen NGO "Open Arms" im Mittelmeer | Bildquelle: AP

Flüchtlinge im Mittelmeer Tote bei Bootsunglück vor Lampedusa

Stand: 07.10.2019 16:14 Uhr

Vor der italienischen Insel Lampedusa ist ein Flüchtlingsboot untergegangen, mehrere Menschen starben. Die Küstenwache sucht unter anderem mit einem Flugzeug nach den zahlreichen Vermissten - darunter auch Kinder.

Bei einem Bootsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa sind mehrere Flüchtlinge ums Leben gekommen. Das Boot hatte am Sonntagabend einen Notruf abgesetzt, wie die Küstenwache mitteilte. Daraufhin machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg zum Unfallort. Doch aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und einer plötzlichen Bewegung der Menschen an Bord beim Anblick der sich nähernden Rettungsschiffe sei das Boot gekentert.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben mindestens 13 Frauen. 22 Menschen wurden gerettet, nach etwa 15 wurde noch gesucht.

Kinder unter den Vermissten

Unter den Vermissten sind dem italienischen Rundfunk zufolge auch acht Kinder. Die Küstenwache sucht mithilfe eines Flugzeuges und einem Motorboot weiter nach den Gekenterten.

Ein Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms wartete derweil nach eigenen Angaben mit 40 in maltesischen Gewässern geretteten Flüchtlingen, darunter vier Kindern, auf die Genehmigung, diese in den Hafen des Inselstaats bringen zu dürfen.

Mindestens neun Tote bei Bootsunglück vor Lampedusa
Jörg Seisselberg, ARD Rom
07.10.2019 13:11 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Oktober 2019 um 12:00 Uhr.

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