AfD-Chef Jörg Meuthen zusammen mit Matteo Salvini von der italienischen Partei Lega bei einem Treffen in Mailand.  | Bildquelle: DANIEL DAL ZENNARO/EPA-EFE/REX

Bündnis für EU-Wahl Populisten ohne gemeinsames Konzept

Stand: 14.04.2019 08:45 Uhr

Zweitstärkste Kraft im neuen EU-Parlament will das neue rechtspopulistische Bündnis um AfD und Lega werden. Doch auf ein gemeinsames Wahlprogramm verzichten die beteiligten Parteien.

Bei der Europawahl tritt das Bündnis nationalkonservativer und rechtspopulistischer Parteien ohne ein gemeinsames Konzept an. "Wir gehen nicht mit einem gemeinsamen Programm in die Europawahl, das Projekt ist noch im Entstehen", sagte AfD-Chef und -Spitzenkandidat Jörg Meuthen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Jede Partei habe ihre eigene Kampagne.

Bislang gehören neben AfD und der italienischen Lega die Dänische Volkspartei, die Finnenpartei, die österreichische FPÖ und eine estnische Partei dem Bündnis an. Sie kämen laut Prognosen derzeit auf knapp 50 Abgeordnete.

"Können zweitstärkste Gruppe werden"

Meuthen rechnet laut eigenen Angaben mit weiterem Zulauf aus den drei rechten Fraktionen, die es derzeit im Europäischen Parlament gibt. Er gehe davon aus, dass sich auch der französische Front National anschließen werde. "Wenn es optimal läuft, können wir sogar die zweitstärkste Gruppe im Parlament werden", sagte er. Gemeinsamkeiten geben es beispielsweise in der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen und im Eintreten für eine "restriktive Migrationspolitik".

Meuthen räumte aber ein, dass es Differenzen zwischen den Mitgliedern gebe, etwa "wenn es um die Verteilung von Migranten geht".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. April 2019 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.

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