DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend 39 Prozent für unionsgeführte Regierung

Stand: 24.06.2021 23:55 Uhr

Eine unionsgeführte Regierung nach der Wahl im September wird bei den DeutschlandTrend-Befragten zwar beliebter - die Befürworter bleiben aber eine Minderheit. Besonders beliebt ist die Unions-Option bei den Älteren.

Deutlich mehr Befragte als vor einem Monat sprechen sich im aktuellen DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin für eine unionsgeführte Bundesregierung nach der Wahl im September aus. Konkret sind es 39 Prozent - ein Plus von acht Prozentpunkten gegenüber dem Mai.

Fast jeder Dritte (32 Prozent) möchte hingegen einen Wechsel zugunsten einer von Grünen oder der SPD geführten Bundesregierung. Eine Koalition unter Führung der Grünen unterstützen dabei zwar 16 Prozent - das ist aber ein deutlicher Rückgang: Vor einem Monat hatten sich noch 21 Prozent dafür ausgesprochen. Ein SPD-geführtes Kabinett wünschen sich 16 Prozent (ein Punkt weniger als im Mai).

Für drei von zehn Befragten kommen aktuell keine dieser drei Optionen in Betracht.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

FDP-Wähler für Union, Linke für SPD

Auf die Parteien aufgeschlüsselt stellt sich die Lage so dar: Eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent der FDP-Anhänger zieht ein CDU/CSU-geführtes Bündnis vor. Die Anhänger der Linken setzen zu 36 Prozent auf eine SPD- und zu 28 Prozent auf eine Grünen-geführte Koalition.

Für die Hälfte der AfD-Anhänger ist keine der drei Optionen wünschenswert. Rund vier von zehn AfD-Anhängern unterstützen jedoch ein Kabinett unter Führung der CDU/CSU.

Die Anhänger der Union (96 Prozent), SPD (80 Prozent) und Grünen (86 Prozent) setzen erwartungsgemäß mit jeweils großen Mehrheiten auf die eigene Partei.

Eine unionsgeführte Bundesregierung wird von den älteren Bundesbürgern (45 Prozent) deutlich stärker bevorzugt als von den Jüngeren (34 Prozent). Diese wiederum (22 Prozent) favorisieren doppelt so häufig als Ältere (elf Prozent) eine Bundesregierung unter Führung der Grünen. Dennoch findet ein unionsgeführtes Kabinett auch bei den Jüngeren die relativ größte Unterstützung.

Hälfte plant Urlaub anders als in Vor-Corona-Zeiten

Ungeachtet sinkender Infektionszahlen und gelockerter Reisebestimmungen gibt eine Mehrheit von 53 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Sommerreisepläne von denen aus Vor-Corona-Zeiten unterscheiden. Vor allem die Auswahl der Reiseziele wird wegen der Pandemie angepasst, gefolgt von einer geänderten Wahl des Verkehrsmittels.

Immerhin gut jede dritte pandemiebedingte Anpassung betrifft den gänzlichen Verzicht auf eine Urlaubsreise in diesem Jahr.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Erhebungsmethode: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
Erhebungszeitraum: 22. bis 23. Juni 2021
Fallzahl: 1217 Befragte (794 Telefoninterviews und 423 Online-Interviews)
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen und Rückerinnerung Wahlverhalten
Fehlertoleranz: 2* bis 3** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 10 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete das ARD-morgenmagazin am 26. Juni 2021 um 05:43 Uhr.